Sind Kopfhörer schädlich für unsere Ohren?

Gehörschaden durch Bluetooth-Kopfhörer, Airpods & Co.?
28 April 2022

Kopfhörer sind nicht aus unserem Alltag wegzudenken. In letzter Zeit sind u. a. Bluetooth-Kopfhörer sehr populär geworden. Viele Menschen beschallen Ihre Ohren teils mehrere Stunden pro Tag durch Kopfhörer. Aus diesem Grund möchten wir der Frage nachgehen, ob das Tragen von Kopfhörern nicht eventuell schädlich sein könnte. Dieser Artikel wird sich hierfür den beliebtesten Kopfhörer-Arten (Airpods, In-Ear, Noise Cancelling & Co.) widmen, um diese Frage zu beantworten. 

Die am weitesten verbreiteten Kopfhörer

Kopfhörer und Airpods sind wichtige und unverzichtbare Begleiter unseres Alltags geworden und geben uns die Freiheit, unbehindert Telefonate jeder Art zu führen. Es gibt im Wesentlichen zwei Fraktionen: manche Menschen bevorzugen Kopfhörer, die aufgesetzt und nicht in den Gehörgang eingeführt werde. Andere hingegen bevorzugen In-ear-Kopfhörer, die direkt ins Ohr eingesetzt werden. Abgesehen von dieser ersten Differenzierung auf Grundlage der Nutzervorlieben, lassen sich Kopfhörer im Einzelnen in folgende Kategorien einteilen:

  • Offene Kopfhörer: Diese Kopfhörer haben eine perforierte Oberfläche und bieten ein gutes räumliches Klangbild sowie einen geringeren Schalldruck im Ohr. Dieses System ermöglicht eine kontinuierliche Erhöhung der Lautstärke. Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, die Lautstärke nicht zu stark aufzudrehen, während versucht wird, den Hintergrundgeräuschen aus der Umgebung entgegenzuwirken.
  • Geschlossene Kopfhörer: Durch ihre Ohrpolster gewährleisten Kopfhörer eine gute Dämpfung von Umgebungsgeräuschen. Sie können verwendet werden, ohne die Lautstärke zu stark aufdrehen zu müssen, und erzeugen daher weniger Hörstress, der bei großer Lautstärke entsteht. 
  • In-ear-Kopfhörer: Dieser Typus sorgt für eine hervorragende Geräuschisolierung, welche noch besser ist als die von geschlossenen Kopfhörern, da die In-ear-Kopfhörer direkt in den Gehörgang eingesetzt werden. Den Experten zufolge sollte man diese Kopfhörer nie für längere Zeit mit starker Lautstärke benutzen, um lästige Probleme zu vermeiden. 

In den letzten Jahren hat die Nutzung von Kopfhörern exponentiell zugenommen. Der oft forcierte Verbleib zu Hause hat dazu geführt, dass sie auch bei vielen Gelegenheiten genutzt werden, in denen sie zuvor nicht gebraucht wurden, zum Beispiel für Meetings im Rahmen des Homeoffice. Oft erstreckt sich die Nutzung über den ganzen Tag und setzt sich am Abend und im Bett fort, sodass die Kopfhörer faktisch dauernd und kontinuierlich eingesetzt werden. Diese andauernde Nutzung kann gesundheitliche Risiken nach sich ziehen.

Covid-19 und die Risiken des Homeoffice

In den letzten Jahren, als es vor allem darum ging, Abstand zu halten und die soziale Distanzierung generell große Bedeutung hatte, sind Corona und Homeoffice zu zwei untrennbaren Begriffen geworden. Während der Pandemie wurde zweifellos ein erheblicher Anstieg der Nutzung von Kopfhörern für Konferenzschaltungen verbucht, auch bei Menschen, die sie vorher nur sporadisch nutzten. 

Dieses Phänomen betraf nicht nur Erwachsene, sondern auch jüngere Leute, die sich gezwungen sahen, Unterrichtsstunden online zu verfolgen oder das abendliche Treffen mit Freunden durch Gruppenvideoanrufe zu ersetzen. Kopfhörer sind daher zu einem unerlässlichen Hilfsmittel geworden, sowohl aus Gründen häuslicher Ruhe als auch zum Schutz der Privatsphäre. In Zusammenhang mit der Arbeit im Homeoffice sind die Ohren daher in zunehmendem Maße starkem Lärm durch die Verwendung von Kopfhörern und Airpods ausgesetzt, da diese zum einzigen Mittel für die gemeinsame Nutzung der häuslichen Räumlichkeiten und die uneingeschränkte Ausübung aller Tätigkeiten geworden sind. 

Fachleute sind der Ansicht, dass die Risiken für das Gehör hauptsächlich von zwei Faktoren abhängen: der Dauer der Lärmexposition und von der Lärmintensität. Im Gegensatz zu dem, was man denken könnte, wiegt der erste Faktor jedoch schwerer als der zweite. Eine langfristige und dauerhafte Lärmexposition kann das Gehör schwer schädigen – vor allem wenn sie mit Verhaltensstörungen wie Ermüdung, Stress, Nervosität und Konzentrationsverlust einhergeht.

Wie schädlich Kopfhörer für unsere Ohren sind

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Kopfhörern und Gehörschäden? Viele Studien haben gezeigt, dass die Hauptursache für die von Kopfhörern verursachten Gehörschäden mit einer dauerhaften Nutzung der Kopfhörer sowie dem Hören von Musik mit übermäßig hoher Lautstärke zusammenhängen. Dies gilt für alle Altersgruppen: Erwachsene und Jugendliche verschiedener Altersstufen, die unterschiedlichen Beschäftigungen nachgehen, aber das gleiche Verhaltensmuster bei der Nutzung der Kopfhörer aufweisen. 

Die Auswirkungen einer dauerhaften Exposition der Ohren und des Gehörapparats gegenüber starkem Lärm führen immer öfter und fast täglich zur Diagnose von hörstressbedingten Traumata. Die Betroffenen leiden unter verschiedenen Symptomen, die von einer Abstumpfung des Gehörs – d. h. einem durch die Entzündung des Trommelfells oder des Gehörgangs verursachten Gefühl von Druck im Ohr – über Tinnitus (bzw. lästige Ohrgeräusche), bis hin zu einer Hörminderung reichen. Diese Störungen gehen außerdem oft mit Ohrenschmerzen einher, die neben den Hörproblemen eines der wichtigsten Symptome einer Störung sind. 

Die beschriebenen Symptome können wieder abklingen, aber sich – vor allem wenn sie nicht rechtzeitig diagnostiziert werden – auch zu einer permanenten Störung entwickeln. Der menschliche Gehörapparat ist in der Lage, Schalldruck auch über einen längeren Zeitraum sehr gut standzuhalten. Daher bleibt ein Schaden oft unbemerkt und kann zu einem dauerhaften Schaden werden. 

Es gibt also mehrere Faktoren, die zum Stress des Gehörapparats beitragen. Im Laufe der Zeit kann die ausgedehnte, tägliche und belastende Nutzung von In-ear- und anderen Kopfhörern echte dauerhafte Schäden verursachen. Daher ist Achtsamkeit geboten und der dauerhafte Gebrauch von Kopfhörern sollte möglichst vermieden werden. 

Sind Bluetooth-Kopfhörer & Airpods schädlich?

Oft stößt man auf das falsche Gerücht eines Zusammenhangs zwischen Bluetooth und Gesundheitsschäden. Dieser Glaube hat sich ausgebreitet, nachdem 2015 in der Wissenschaftsgemeinschaft der Zweifel aufgekommen war, ob Airpods möglicherweise gesundheitsschädlich sein könnten. 

In einem in der Zeitschrift Medium veröffentlichten Appell drückten 247 Wissenschaftler aus 42 Ländern ihre Besorgnis über eine zu starke Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern durch Bluetooth-Geräte aus. In den Folgejahren konnte diese These jedoch nicht wissenschaftlich belegt werden. Die jüngsten Studien haben gezeigt, dass die von Bluetooth-Geräten erzeugte Strahlung weniger gefährlich ist als die der Handys selbst, und generell, dass die Emissionen elektromagnetischer Wellen zu gering sind, um relevant zu sein. 

Das Bluetooth-Protokoll nutzt zwar ebenso wie Wi-Fi das 2,4-GHz-Frequenzband, aber mit einer geringeren Leistung. Wenn man drahtlose Kopfhörer also in vernünftigem Maße und nicht über längere Zeit nutzt, sind sie nicht gesundheitsschädlich oder zumindest nicht gefährlicher als andere Kopfhörer. 

Wie viel Dezibel sind schädlich?

Um sich auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu isolieren und andere Geräusche oder Lärm von außen auszuschließen, benutzen Menschen oft Kopfhörer oder Airpods und erhöhen die Lautstärke. Für Kopfhörer tragbarer CD-Player sieht des Gesetz einen Höchstwert von 100 dB für den erreichbaren Schallpegel vor, aber unabhängig von einem solchen Gerät verkaufte Kopfhörer dürfen diese Schwelle auch deutlich überschreiten. 

Zum Vergleich sei gesagt, dass 110-120 Dezibel der Schallleistung einer Motorsäge während ihres Betriebs oder dem Lärm eines Düsenjets beim Abheben entsprechen, während der Klang der menschlichen Stimme 30-40 Dezibel erreicht. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen dass die Dezibelskala einem logarithmischen Verlauf folgt und der Schalldruck bei jedem Anstieg von 10 dB um das 10-fache steigt. Den Ergebnissen von Studien zufolge sollte die Schallintensität höchstens 85 dB über einen Zeitraum von insgesamt 8 Stunden während des gesamten Tages betragen. Bei einem Pegel von 100 dB könnte das Gehör hingegen bereits nach 15 Minuten Schaden erleiden.

Die Europäische Union möchte die unverhältnismäßige Nutzung von Kopfhörern und die damit verbundenen Gesundheitsschäden für das Ohr begrenzen, und hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, um auf dieser Grundlage Grenzwerte für die Schallleistung festlegen, die von den Herstellern technischer Geräte eingehalten werden müssen. Die entsprechenden Leitlinien wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. In der Zwischenzeit empfiehlt es sich, die Lautstärke dieser Geräte zu reduzieren, um das Gehör nicht zu schädigen. 

Wie Lautstärke unsere Gesundheit beeinflusst

Starker Lärm kann nicht nur zu Problemen im Gehörapparat führen, sondern generell zu Störungen im gesamten Organismus: durch starken Lärm verursachte akustische Traumata können von einem Gefühl von Watte im Ohr nach einer starken Lärmexposition bis hin zu erhöhtem Blutdruck, Herzproblemen, Schlafstörungen und Stress reichen. Zwar ist das Auftreten dieser Störungen nicht an ein bestimmtes Alter gebunden, jedoch wird bei Kindern der größte Leidensdruck erzeugt. 

Sind Kopfhörer schädlich für das Gehirn?

Musik hat viele positive Wirkungen auf den Organismus, die alle umfassend durch Studien belegt sind. Sie verlangsamt den Herzschlag, die Atemfrequenz, die Schweißabsonderung, die Muskelspannung, beeinflusst das autonome Nervensystem und zeigt eine Wirkung auf schmerzreduzierende Dynamiken. Musik kann jedoch auch unangenehme Nebenwirkungen haben, wenn sie mit überhöhter Lautstärke konsumiert wird, vor allem beim Hören lauter Musik über einen längeren Zeitraum und mit In-ear-Kopfhörern.  

Man kann jedoch nicht so weit gehen, zu sagen, dass Kopfhörer das Gehirn schädigen, da diese keine direkte Wirkung auf das Gehirn haben. Es gibt jedoch indirekte Negativwirkungen der Kopfhörer. Als Beispiel wären hier Studien zu nennen, die den Einfluss von Strahlungen, die durch Kopfhörer erzeugt werden, auf das Gehirn zum Untersuchungsgegenstand haben.  

Viele Menschen sind sich der psychologischen Wirkungen, die Kopfhörer haben können, nicht bewusst: Die Forschungen zu diesem Thema laufen noch, aber es gibt bereits Studien, die Wirkungen auf das Gehirn aufgezeigt haben. Beobachtet wurde u. a. eine langsamere kognitive Verarbeitung, die eine Verringerung der Aufmerksamkeit und der verbalen Fähigkeiten zur Folge hat, aber auch psychologische Wirkungen infolge der Verzerrung akustischer Signale. Das Hören von lauter Musik kann zu Suchtverhalten führen und Schäden an der im Inneren des Ohrs gelegenen Gehörschnecke nach sich ziehen. 

Sind Kopfhörer schädlich für unsere Ohren?

Kopfhörer können nicht nur das Gehör beeinträchtigen, sondern auch die korrekte Funktionsfähigkeit der Ohren. Oft hört man Klagen über Ohrenschmerzen nach der Nutzung von Kopfhörern, vor allem von Kindern, die sich oft mit Sätzen wie „Die Kopfhörer tun meinen Ohren weh“ an ihre Eltern wenden. Das ganztägige Tragen von Kopfhörern bleibt nicht ohne Folgen für die Ohren. Verschiedene Symptome, u. a. auch Schmerzen, können bei kontinuierlicher Anwendung von Kopfhörern auftreten:  

  • Kompression von Ohrenschmalz: Infolge der Kopfhörer ist das Ohrenschmalz weniger flüssig und kann daher nicht so leicht auf natürliche Weise  ausgeschieden werden.
  • Verstopfung mit Ohrenschmalz: Das Ohrenschmalz verdichtet sich und kann Entzündungen hervorrufen; die Erzeugung von Ohrenschmalz ist ein normaler Prozess, der die Ohren vor Bakterien und Insekten schützt und Infektionen vorbeugt; eine Verstopfung mit Ohrenschmalz kann jedoch auch Schmerzen hervorrufen. 
  • Behinderung der Luftzirkulation: Normalerweise verhindert die Zirkulation von Luft das Austrocknen des feuchten Ohrenschmalzes und begünstigt dessen spontane Ausscheidung.
  • Rückhalt von Schweiß und Feuchtigkeit in den Ohren: Dadurch neigen die Ohren stärker zu Bakterien- und Pilzinfektionen; das Einführen eines Fremdkörpers wie die Kopfhörer setzen die Ohren einem höheren Risiko von Infektionen und Schädigungen aus.
  • Erzeugung einer Barriere: Diese behindert die natürliche Ausscheidung von Ohrenschmalz und regt letztendlich die Ohrenschmalzdrüsen zu einer erhöhten Cerumenproduktion an.
  • Generelle Verschlechterung der Ohrhygiene: Dies gilt umso mehr, sollten die Kopfhörerpolster nicht richtig gereinigt werden und mit Bakterien oder Infektionserregern kontaminiert sind.

Welche Kopfhörer sind am gesündesten?

Das Hören von Musik oder Führen eines Telefongesprächs mit Kopfhörern muss nicht generell vermieden werden. Aus Angst vor Problemen mit dem Gehörapparat vollständig von der Kopfhörernutzung abzusehen, ist ebenso wenig der richtige Weg wie die drastische Lösung, überhaupt keine Musik mehr zu hören. Für ein gesundes Hörerlebnis sollten jedoch einige grundlegende Regeln beachtet werden, die im Folgenden aufgeführt sind.

Tipps für gesundes Hören

Die folgenden Best-Practices unterstützen Sie dabei, Kopfhörer auf eine möglichst gesunde Art zu nutzen. Es empfiehlt sich...

  • die Art der Tonwiedergabe zu variieren und nicht nur Kopfhörer oder Airpods, sondern auch tragbare Lautsprecher zu benutzen, oder direkt die Lautsprecher des Computers für ein natürliches Hörerlebnis in Abstand von der Schallquelle zu nutzen.
  • die Lautstärke und die Dauer der Hörerlebnisse zu beschränken. Experten empfehlen, die Lautstärke auf etwa die Hälfte der maximalen Kapazität einzustellen. Diese Einstellung wird von den Experten als Schwelle für sicheres Hören definiert. Handys und andere Audiogerät sind mit besonderen Funktionen ausgestattet, die zur Messung des Lärmpegels dienen und die Nutzer sofort auf das Risiko einer Hörminderung hinweisen. Helfen können auch auf dem Smartphone verfügbare Apps, welche die Schallintensität in Dezibel anzeigen und angeben, ob die Exposition gegenüber diesem Lärmpegel ein Risiko darstellt.
  • dem Ohr die nötige Zeit zur Erholung zu gewähren.
  • die „psychoakustischen“ Einstellungen auf dem Handy zu nutzen. Die Forschung liefert praktische Lösungen für unsere Gesundheit. Ingenieure haben ein System zur Klangverarbeitung entwickelt, das den Nutzern ermöglicht, bei einer niedrigeren Lautstärke die gleichen Empfindungen zu erleben, wie beim Hören mit großer Lautstärke. 

Lärmreduzierende Noise-Cancelling-Kopfhörer

Lärmreduzierende Noise-Cancelling-Kopfhörer nutzen nicht nur die moderne Technik der aktiven Geräuschunterdrückung, um aus der Umgebung des Hörenden einfließende Hintergrundgeräusche jeglicher Art zu dämpfen – wie zum Beispiel den Lärm des Stadtverkehrs, eines belebten Büros oder das Stimmengewirr in einem Lokal. Mit diesen Kopfhörern gelingt es, Hintergrundgeräusche um bis zu 92 % zu reduzieren, damit sich der Hörer ganz auf die Musik, die er gerade hört, das Gespräch, das er führt, oder den Film, den er sich anschaut, konzentrieren kann. 

Kopfhörer, die externe Geräusche unterdrücken, sind eine interessante Lösung, da sie einem Verhalten vorbeugen, das sich viele Menschen angewöhnt haben, wenn sie Hintergrundgeräusche übertönen möchten: Sie neigen dazu, die Lautstärke der Geräte zu erhöhen. So effizient diese Kopfhörer die Umgebungsgeräusche auch dämpfen mögen, sie eliminieren sie nicht vollständig. Es ist nicht möglich, sich ganz von der Umgebung zu isolieren. Man kann es sich in etwa wie eine Art Hintergrundrauschen vorstellen. 

Knochen- bwz. Knochenleitungs-Kopfhörer

Knochenschallkopfhörer leiten den Schall, im Unterschied zu normalen Kopfhörern, über den Schädelknochen ins Ohr, indem sie kleine Vibrationen an den Knochen zwischen Backen und Kiefer in der Nähe des Ohrs erzeugen. Das Ohr bleibt dabei frei, und kann die Geräusche in der Umgebung wahrnehmen. Die für klassische Kopfhörer typische Isolation von der äußeren Umgebung findet in diesem Fall nicht statt. Daher werden diese Kopfhörer oft beim Joggen benutzt. Knochenschallkopfhörer bieten viele Vorteile: 

  • Sie schädigen nicht das Trommelfell und verstopfen nicht den Gehörgang, wodurch Probleme am Gehörapparat vermieden werden.
  • Sie übertragen den Schall direkt an die Cochlea und können daher eine gute Lösung für Menschen sein, die an Hörproblemen oder Tinnitus leiden, denn sie erzeugen keinen Resonanzraum, der das Problem verstärken könnte. 

Wie lange sollte man Kopfhörer tragen?

Wenn Sie darüber nachdenken, jeden Tag Kopfhörer zu tragen, wie lange man Musik hören sollte oder gar mit Kopfhörer zu schlafen, sollten Sie sich mit der 60-60 Regel vertraut machen. Die 60-60 Regel ist einfach und leicht zu merken und kann dabei helfen, dem Auftreten von Gehörproblemen vorzubeugen. Sie bedeutet 60 Minuten Nutzung mit einer Lautstärke von 60 % der maximalen Lautstärkekapazität des Geräts. Je höher die Lautstärke, desto kürzer sollte die Hördauer sein. Dieser Punkt sollte auf keinen Fall vergessen werden. Eine kleine, etwa 15-minütige, Pause kann dabei helfen, eine Überlastung des Hörapparats zu vermeiden. 

Wie einen Hörverlust durch Kopfhörer feststellen?

Kopfhörer und Gehörschäden werden oft als zusammenhängende Faktoren betrachtet. Zur Vermeidung ernsthafter Probleme sollte man immer einige Alarmsignale beachten, die auf ein erhebliches Problem hindeuten können.  

Wichtige Alarmsignale: 

  • Die Lautstärke des Fernsehers oder Musikplayers ist nie hoch genug.
  • Personen bei einem Gespräch bitten, zu wiederholen, was sie gerade gesagt haben.
  • Verständnisprobleme bei Telefongesprächen.
  • Schwierigkeiten beim Verständnis von Gesprächen in lauter Umgebung. 

Ein Hörscreening ist immer ein guter Ausgangspunkt um einen eventuellen Hörschaden oder Hörverlust zu entdecken. Ein Hörtest eignet sich vor allem dafür, einerseits den Grad der Schwerhörigkeit zu bestimmen und andererseits Ursachen sowie geeignete Behandlungsmöglichkeiten für den Hörverlust zu ermitteln.

Prüfen Sie, ob Sie einen Gehörschaden haben

Überlegen Sie, ob bei Ihnen eine Hörminderung durch das Tragen von Kopfhörern vorliegen könnte? Dann lassen Sie dies einfach bei einem kostenlosen Hörtest in einer Amplifon-Filiale in Ihrer Nähe überprüfen.

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