Mittelohrentzündung

Ursachen und Behandlung

Otitis Media: Behandlungsmöglichkeiten und hilfreiche Hausmittel

Otitis Media ist der medizinische Begriff für eine Mittelohrentzündung, welche eine Entzündung der Schleimhaut im Mittelohr beschreibt. Typischerweise tritt sie sehr plötzlich auf. Häufig bereitet eine Mittelohrentzündung Schmerzen in den Ohren. Sie kann als Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten oder auch als eigenständige Erkrankung auftreten. Häufig sind von einer Mittelohrentzündung Babys oder kleine Kinder betroffen. Doch die Erkrankung kommt in jedem Alter vor.

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Symptome und Anzeichen der Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung zeigt sich in aller Regel durch plötzlich auftretende pulsierende oder stechende Schmerzen im Ohr. Diese können einseitig oder beidseitig auftreten. Manchmal geht der Mittelohrentzündung eine Erkältung voraus. Später können folgende Symptome hinzukommen:

  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Liegt bei der Mittelohrentzündung Fieber vor, wehrt sich der Körper gegen die Erreger
  • Ohrgeräusche
  • Dumpfes Gefühl im Ohr, also ob Geräuschquellen weit weg wären
  • Hat sich durch die Mittelohrentzündung Eiter gebildet, ist dies ebenfalls ein typisches Anzeichen
  • Ist bei einer Mittelohrentzündung blutiger Ausfluss sichtbar, haben sich Bläschen im Trommelfell gebildet, die dann geplatzt sind
  • Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Kleine Kinder sind oft unruhig und fassen sich häufig an das Ohr

Liegt die Ursache in einer Infektion der oberen Atemwege, sind Husten und Schnupfen meist zusätzliche Anzeichen der Mittelohrentzündung. Symptome und Verlauf können jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

Wie tritt die Mittelohrentzündung auf?

Häufig sind Bakterien die Ursache für eine Mittelohrentzündung, die entweder über die Nase oder über das Blut in das Ohr gelangen. In manchen Fällen ist die Otitis Media die Folge einer Erkältung. Denn auch Viren aus Mund, Hals oder Nase können zum Ohr wandern. Darüber hinaus kann eine Mittelohrentzündung im Rahmen bestimmter Krankheiten wie Scharlach, Masern oder Grippe auftreten. Auch vergrößerte Rachenmandeln können die Entstehung einer Otitis Media begünstigen, da sie die Belüftung des Mittelohrs beeinträchtigen. 

Es gibt drei Arten der Mittelohrentzündung. Dauer und Ursachen sind dabei die entscheidenden Kriterien:

  • Virale Mittelohrentzündung
  • Eitrige Mittelohrentzündung
  • Chronische Mittelohrentzündung

Die virale Mittelohrentzündung wird durch Viren hervorgerufen. Antibiotika sind bei der viralen Otitis Media nicht wirksam. Abschwellende Nasentropfen können jedoch Linderung verschaffen.

Die eitrige Mittelohrentzündung wird von Bakterien ausgelöst, die vorwiegend vom Nasen-Rachen-Raum in das Mittelohr wandern. Sie dauert meist etwas länger als die bakterielle Mittelohrentzündung. Bei der bakteriellen Otitis Media kann die Einnahme von Antibiotika Sinn machen.

Im Normalfall heilt die akute Entzündung innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ab. Durch die fortgeschrittenen Behandlungsmethoden treten Komplikationen in äußerst seltenen Fällen auf. Möglich ist auch ein chronischer Verlauf der Mittelohrentzündung. Tinnitus kann sich in manchen Fällen ebenfalls entwickeln. Konsultieren Sie bei Symptomen einer Mittelohrentzündung einen Hals-Nasen-Ohrenarzt, damit diese folgenlos abheilen kann.

Wie stellt man eine Mittelohrentzündung fest?

Mit einer Ohrenspiegelung (Otoskopie) kann der HNO-Arzt eine Mittelohrentzündung feststellen. Mithilfe der Ohrenspiegelung kann der Arzt Veränderungen des äußeren Gehörgangs und des Trommelfells feststellen Außerdem achtet der HNO-Arzt auf Rötung oder Schwellung, sowie auf Sekrete, die sich im Gehörgang angesammelt haben. Mit einer Otoskopie kann der HNO-Arzt letztlich erkennen, ob es sich um eine Mittelohrentzündung handelt. Diese zeigt sich durch starke Rötung, Schwellung und Vorwölbung des Trommelfells. Es ist kein Lichtreflex vorhanden und bei einer Spontanperforation des Trommelfells tritt ein Sekret in den äußeren Gehörgang.

Was tun bei einer Mittelohrentzündung?

Bei Symptomen einer Mittelohrentzündung ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden.

Außerdem ist davon abzuraten, mit einer Mittelohrentzündung arbeiten zu gehen.

Ruhe ist unerlässlich bei Mittelohrentzündung. Sport ist daher während des kompletten Krankheitsverlaufs tabu, um eine Ausbreitung der Erreger im ganzen Körper zu vermeiden. 

Wer mit Mittelohrentzündung fliegen möchte, sollte wissen: Die erkrankten Ohren können die veränderten Druckverhältnisse in der Luft nicht mehr ausgleichen, was zu starken Schmerzen und Ohrendruck führen kann. Dies gilt insbesondere für Kinder.

Eine Mittelohrentzündung-Behandlung mit Antibiotika ist nicht immer notwendig. In vielen Fällen heilt sie innerhalb weniger Tage von selbst aus. Damit sich das geschwächte Immunsystem erholen kann, ist Bettruhe zu empfehlen. Bei Mittelohrentzündung Antibiotika zu verschreiben ist nur bei einer bakteriellen Mittelohrentzündung angezeigt. Behandlung zur Linderung der Beschwerden besteht meist aus Schmerzmitteln. Oft verschreibt der HNO-Arzt bei Mittelohrentzündung Medikamente zum Abschwellen der Schleimhaut. 

Wenn eine Mittelohrentzündung immer wiederkehrt, könnte das Einsetzen eines Paukenröhrchens hilfreich sein, um die Belüftung des Mittelohres zu gewähren. Dafür ist ein kleiner Trommelfellschnitt nötig, damit das Röhrchen eingesetzt werden kann. 

Ist eine Mittelohrentzündung ansteckend?

Da vor allem Kinder von Mittelohrentzündungen betroffen sind, stellen sich Eltern die Frage, ob eine Mittelohrentzündung ansteckend ist. Die gute Nachricht ist: Eine als eigenständige Krankheit auftretende Mittelohrentzündung ist in der Regel nicht ansteckend. Ist sie jedoch die Begleiterscheinung eines Atemwegsinfekts, ist eine Übertragbarkeit des Infekt-Erregers auf andere Personen nicht ausgeschlossen. 

Hausmittel bei Mittelohrentzündung

Zusätzlich zu den ärztlichen Behandlungen können bei einer Mittelohrentzündung Hausmittel helfen, die Beschwerden zu lindern:

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Mittelohrentzündung sind Zwiebelsäckchen. Schneiden Sie Zwiebeln klein und erhitzen Sie diese, bis sie glasig sind. Lassen Sie die Zwiebeln zu einer angenehmen Temperatur abkühlen, füllen Sie sie in ein Säckchen, welches Sie anschließend fest zusammenschnüren. Legen Sie das Zwiebelsäckchen für eine halbe Stunde auf das betroffene Ohr. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken antibakteriell bei einer Mittelohrentzündung. Als Hausmittel für Kleinkinder lassen sie sich ebenfalls meist einsetzen.

Auch die Wärme einer Rotlichtlampe empfinden manche Patienten mit einer Mittelohrentzündung als wohltuend. Achten Sie bei der Anwendung auf einen ausreichenden Abstand zwischen Körper und Lampe. Die Rotlichtlampe darf außerdem nicht zu lange angewendet werden bei einer Mittelohrentzündung. Für Kleinkinder ist sie wegen Verbrennungsgefahr ein eher ungeeignetes Hausmittel.

Hier finden Sie weitere Hausmittel gegen Mittelohrentzündung.

Mittelohrentzündung bei Kindern und Babys

In vielen Fällen betrifft eine Mittelohrentzündung Kleinkind und Babys im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren. Bei kleinen Kindern wird die Erkrankung nicht immer gleich erkannt, denn hier fehlen oft die typischen Anzeichen einer Mittelohrentzündung. Symptome bei einem Baby zeigen sich eher an unruhigem Schlaf oder vermehrtem Quengeln. Da sie oft von Viren hervorgerufen wird, machen bei Mittelohrentzündung Antibiotika nicht immer Sinn. Daher verschreibt der Arzt bei einer Mittelohrentzündung bei Kindern und Babys meist Schmerzmittel und abschwellende Medikamente. Hierbei ist auf eine kindgerechte Dosierung zu achten. Eine Mittelohrentzündung bei Babys und Kleinkindern heilt in der Regel innerhalb von einigen Tagen folgenlos ab. Dennoch ist es ratsam, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt kann die Mittelohrentzündung kompetent einschätzen und behandeln. 

Hörgeräte und Mittelohrentzündung

Insbesondere die chronische Mittelohrentzündung kann zeitweise zu einem Hörverlust führen. Die Versorgung mit Hörgeräten verbessert die Lebensqualität im Alltag maßgeblich. Hörgeräte können keine Mittelohrentzündung auslösen. Hörgeräte bei Mittelohrentzündung zu tragen, ist nicht immer ratsam: Im-Ohr-Hörgeräte oder Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte mit geschlossener Otoplastik sind für Patienten mit chronischer Mittelohrentzündung ungeeignet. Wir empfehlen eine Externer Hörer-Hörgeräteversorgung mit Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten und einem dünnen Schlauch, welcher in das Ohrinnere führt. So gelangt genügend Luft an das Ohr und Entzündungen kann entgegengewirkt werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Amplifon-Hörakustiker individuell beraten.

Cholesteatom

Was ist ein Cholesteatom? Als Cholesteatom, auch Perlgeschwulst oder Otitis media epitympanalis genannt, bezeichnet der Mediziner eine Einwucherung des Trommelfells, genauer gesagt des verhornenden Plattenepithels, in das Mittelohr.  Hierbei handelt es sich um eine chronisch-eitrige Entzündung des Mittelohrs.

Mastoiditis als Folgeerscheinung

Wenn eine Mittelohrentzündung nicht richtig oder gar nicht behandelt wird, kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen. So entsteht eine Mastoiditis. Die Infektion führt zu einer starken Entzündung des Warzenfortsatz des Schläfenbeins. Diese Entzündung muss schnellstmöglich behandelt werden um schlimmeren Komplikationen vorzubeugen.
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