Tinnitus und Pfeifen im Ohr

Ursachen und Behandlung

Tinnitus: Auslöser und Behandlung

Tinnitus oder ein Pfeifen im Ohr kann in jedem Alter auftreten und verschiedene Auslöser haben. Viele Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Tinnitus oder Pfeifen im Ohr. Bei einem gewissem Teil der Betroffenen klingen die Ohrgeräusche nach vielen Jahren von selbst wieder ab.

 

Ein Pfeifen, Summen, Klingeln oder Rauschen im Ohr. Egal, wohin man geht oder ob man sich die Ohren zuhält, das quälende Geräusch hört nicht auf. Tinnitus nennt sich das Symptom, bei dem man Ohrgeräusche wahrnimmt, die nicht einer äußeren Schallquelle entspringen. In den meisten Fällen kann ein Tinnitus nur von den Betroffenen selber wahrgenommen werden, sehr selten leiden Menschen an dem sogenannten objektiven Tinnitus, der auch vom Arzt gehört und gemessen werden kann.

Viele Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Tinnitus. Nach Angaben der Selbsthilfeorganisation Deutsche Tinnitus-Liga e.V. kommen jedes Jahr 300.000 neue Patienten mit einem Pfeifen oder Rauschen im Ohr dazu. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das vielfältige Ursachen haben kann – entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten der Behandlung. 

Tinnitus in Zusammhang mit Lärm: Im Konsensuspapier 2015 wurde detailliert der Zusammenhang zwischen dauerhaft zu lauten Geräuschen und dem unangenehmen Pfeifen im Ohr untersucht - laden Sie sich gerne unser Konsensuspapier für weitere Informationen runter.

Konsensuspapier 2015

Tinnitus in Zusammhang mit Lärm

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Auslöser für einen Tinnitus

Ein Tinnitus kann in jedem Lebensalter auftreten. Jedoch gerade jüngere Menschen sind durch die zunehmende Lärmbelastung oder den Stress im Beruf ("Managerkrankheit") immer häufiger von dem Pfeifen oder Rauschen im Ohr betroffen. Einige Auslöser für einen Tinnitus sind:

  • Stress, emotionale Konflikte
  • Hörsturz
  • Schwerhörigkeit
  • Durchblutungsstörungen
  • Lärmschädigung/Knalltrauma, z.B. nach einem Konzert oder einem Discobesuch
  • Veränderungen der Halswirbelsäule
  • Erkrankungen des Mittelohrs, z.B. Mittelohrentzündungen
  • Erkrankungen des Innenohrs, z.B. Morbus Menière
  • Fehlfunktionen im Zahn-Kiefer-Bereich, z.B. Kieferfehlstellungen, Zähneknirschen

Verdacht auf einen Tinnitus?

Bei Amplifon beraten wir Sie gerne und leiten die richtige Tinnitus-Behandlung in die Wege. Bei Bedarf versorgen wir Sie auch mit der passenden Hörhilfe bei einem Tinnitus: dem Noiser. Ihr HNO-Arzt kann Ihnen nach einer sorgfältigen Untersuchung die Versorgung mit einem Noiser sowie weitere Behandlungsmethoden verschreiben. Welche Methode die richtige ist, unterscheidet sich je nach Fall.

Tinnitus-Behandlung

Verschiedene Therapieansätze können bei einem Tinnitus erfolgreich angewendet werden, abhängig von der genauen Art des Tinnitus, sowie den individuellen Gegebenheiten des Patienten. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass Tinnitus noch immer zu den Phänomenen gehört, die den Medizinern Rätsel aufgeben. Daher gibt es leider keine absolut sichere Methode, einen Tinnitus zu behandeln.

Aus diesem Grund ist eine Tinnitus-Prävention besonders wichtig, denn auch beim Tinnitus geht Vorbeugung vor Behandlung. Die wichtigste Schutzmaßnahme lautet: Lärm vermeiden! Mit Gehörschutz von Amplifon können Sie sich wirksam vor lärmbedingten Schädigungen des Gehörs schützen. Wann immer möglich sollten Sie zudem Momente der Ruhe zur Entspannung nutzen, denn auch Stress kann einen Tinnitus auslösen. Sport, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und Entspannungsübungen helfen Ihnen beim Stressabbau.

Ein akuter Tinnitus verschwindet in der Regel nach kurzer Zeit von alleine. Zudem berichten Patienten von einer Linderung des akuten Tinnitus durch eine Behandlung mit durchblutungsfördernden Medikamenten, allerdings konnten Kontrollstudien die Wirksamkeit dieser Methode nicht belegen. Insbesonders sind langfristige Therapien mit verschiedenen Medikamenten umstritten, da hierbei hohe Kosten bei klinisch nicht bewiesener Wirksamkeit anfallen.

Nachweisbare Erfolge bei der Behandlung von akutem sowie chronischem Tinnitus konnten unter anderem mit Entspannungsübungen erzielt werden. Qigong, autogenes Training und progressive Muskelentspannung können in vielen Fällen die Beschwerden deutlich lindern. Ebenfalls erfolgreich sind mitunter die kognitive Verhaltenstherapie, die auf Weghören abzielt, sowie die tiefenpsychologische Therapie und die Tinnitus-Retraining-Therapie, die über genaues Hinhören den Tinnitus "besiegen" wollen.

Bei Tinnitus im mittleren Frequenzbereich können moderne Hörgeräte helfen, das Rauschen und Klopfen im Ohr zu mindern. Insbesondere bei einem Tinnitus, der in Kombination mit einer Schwerhörigkeit auftritt, ist eine Versorgung mit Hörgeräten ratsam. Denn die Hörminderung lässt alle äußeren Geräusche leiser erscheinen, wodurch das Ohrgeräusch noch stärker wahrgenommen wird. Mit modernen Hörgeräten werden die Umgebungsgeräusche intelligent verstärkt und das Hörerlebnis wird somit deutlich verbessert - zugleich wird der Tinnitus dann weniger bemerkt und erscheint weniger störend. Einige Vergleichsstudien zeigen, dass Hörgeräte bei einem hohen Prozentsatz der Tinnituspatienten eine deutliche Verbesserung der Symptomatik erbrachten.

Erfahren Sie in folgendem Video von unserem Experten Prof. Dr. Patrick G. Zorowka woran Sie einen Tinnitus erkennen und was gegen Tinnitus hilft.

 

 

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