Ist Bluetooth-Strahlung schädlich?

Auswirkungen auf Gesundheit, Gehirn & Gehör

Über die Funktionsweise, Messung und Risiken von Bluetooth-Strahlung

In unserem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Punkte rund um Bluetooth-Strahlung durch Smartphones, Kopfhörer & Co. Und ob diese u. a. einen schädlichen Einfluss auf Ihr Gehör haben könnten. Sollten Sie den Eindruck haben, dass Ihr Hörvermögen eingeschränkt ist, können Sie den kostenlosen Amplifon Online-Hörtest nutzen – oder alternativ den stationären Hörtest in einer Amplifon-Filiale Ihrer Wahl. 

Wissenswertes rund um Bluetooth

Bluetooth (Abkürzung: BT) ist ein technischer Industriestandard für die drahtlose Datenübertragung in einem persönlichen Netzwerk (WPAN: Wireless Personal Area Network).

Wie funktioniert Bluetooth?

Bluetooth ist ein Standard für die Verbindung von zwei Geräten über kurze Entfernungen durch Funkwellen, die sehr wenig Energie verbrauchen. Die Bluetooth-Technologie nutzt den Frequenzbereich von 2,45 Gigahertz (Ghz). In diesem „Funkraum“ entfaltet BT seine Magie: zwei auf dieser Frequenz verbundene Geräte können Datenpakete und somit eine Reihe von Informationen austauschen. 

In anderen Worten, über Bluetooth lassen sich verschiedene Arten von Dateien senden und empfangen, z. B. Bilder, Videos und Dokumente. Und das ist noch nicht alles, wie im Folgenden erläutert wird. Das ausgestrahlte Signal beschränkt sich für gewöhnlich auf eine Entfernung von 10 Metern, auch wenn die neusten Geräte eine Reichweite bis zu 50 Metern gewährleisten können. Das Bluetooth-Netzwerk wird nicht durch Frequenzstörungen beeinträchtigt.

Welche Geräte verwenden Bluetooth?

Über Bluetooth können verschiedene Arten von Geräten verbunden werden, zum Beispiel Handhelds, Mobiltelefone, PCs, Notebooks, Drucker, Digitalkameras, Smartwatches, Konsolen für Videospiele, Kopfhörer usw., sofern diese mit der für den BT-Standard erforderlichen Hard- und Software ausgerüstet sind. Auch in der Industrie (Messgeräte, optische Lesegeräte usw.) ist Bluetooth schon seit langem verbreitet. Es dient für den Dialog mit den entsprechenden Datenloggern.

So wird Bluetooth-Strahlung gemessen

Bluetooth auf Funkwellen im UHF-Frequenzbereich (Ultra High Frequency). Die Intensität der Bluetooth-Strahlung in Haushalten kann mit einem Magnetfeldmessgerät ermittelt werden.
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So wirkt Bluetooth-Strahlung auf den Körper

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist die in der Bluetooth-Technologie verwendete Strahlungsleistung zu gering, um das biologische Gewebe des Menschen durch bekannte Mechanismen zu schädigen. Die nichtionisierende Strahlung, die bei BT zum Einsatz kommt, ist nicht in der Lage, die Anzahl der Elektronen eines Atoms zu verändern und den exponierten Organismus zu schädigen. Die einzigen nachgewiesenen Folgen hochfrequenter elektromagnetischer Felder sind thermische Effekte

Der menschliche Organismus absorbiert die von den Geräten abgegebene Energie und wandelt sie in Wärme um. Das führt wiederum zu einer Erwärmung des Körpergewebes. Wenn diese zu stark ist, kann sie Wärmeschäden hervorrufen. Durch seine Mechanismen zur Thermoregulation gibt der Körper jedoch auf verschiedenen Wegen Wärme an die Umgebung ab. Eine Schädigung kann daher nur bei sehr starken elektromagnetischen Feldern eintreten. Im Alltag besteht keine Gefahr, einer derart starken Strahlung ausgesetzt zu werden.

Wirkung auf das Gehirn

Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat hochfrequente elektromagnetische Felder (die z. B. in Verbindung mit den von Bluetooth genutzten Funkwellen entstehen) als potenziell krebserregend für den Menschen eingestuft. Ein Zusammenhang zwischen der erzeugten Strahlung und Gliomen oder Neurinomen wurde nur bei 10 % der Personen verzeichnet, die nach eigener Angabe ihr Mobiltelefon sehr intensiv nutzen. In manchen Fällen telefonierten diese Personen sogar 4 bis 5 Stunden täglich. 

Die „Million Women Study“, eine prospektive Studie mit 800.000 britischen Frauen, hat u. a. das Risiko einer Tumorbildung bei Nutzung eines Mobiltelefons im Laufe von sieben Jahren untersucht. Bei Abschluss der Studie konnte keine Kausalität festgestellt werden, außer einem möglichen Zusammenhang mit dem Neurinom des Hörnervs, der bereits bei der Interphone-Studie vermerkt wurde. Die 2010 begonnene prospektive COSMOS-Studie läuft hingegen noch und sieht eine Dauer von 20-30 Jahren vor. 

Wirkung auf das Gehör

Eine Untersuchung der australischen Bond University weist darauf hin, dass die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern, solange kein übertriebener Gebrauch von ihnen gemacht wird, generell keine Probleme erzeugt. Werden sie jedoch für längere Zeit verwendet, können sie eine Reihe von Beschwerden hervorrufen, vor allem in Verbindung mit Lärmschäden. Die Auswirkungen einer dauerhaften Exposition der Ohren und des Gehörapparats gegenüber starkem Lärm führen immer öfter und fast täglich zur Diagnose von akuten und chronischen akustischen Traumata durch den oxidativen Stress der Nervenzellen. Daher ist Achtsamkeit geboten und der dauerhafte Gebrauch von Kopfhörern sollte möglichst vermieden werden. 

Kann Bluetooth krebserregend sein?

Was die krebserregende Wirkung anbelangt, hat die Internationale Agentur für Krebsforschung Handystrahlung in die Gruppe 2B eingestuft. Diese umfasst Substanzen, die „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ sind. Das bedeutet, dass die Forschungen begrenzte Hinweise für eine krebserregende Wirkung auf den Menschen ergeben haben und auch die im Rahmen von Tierversuchen hervorgetretenen Anhaltspunkte begrenzt sind und für den Nachweis einer Kanzerogenität nicht ausreichen. 

Können Bluetooth-Kopfhörer schädlich sein?

Nach Aussage von Humanitas sind Bluetooth-Kopfhörer nicht gesundheitsschädlich. Demnach hätten die jüngsten Studien gezeigt, dass die Strahlung drahtloser Kopfhörer niedriger als die Strahlung täglich genutzter Handys sei. Technisch genauer gesagt, wurde durch Analyse der Signalleistung festgestellt, dass es sich bei Bluetooth um eine sichere Technologie handelt. Die entsprechenden Werte seien bei Bluetooth noch geringer als die der WiFi-Netzwerke in Haushalten, die an sich schon keine Gesundheitsrisiken bergen. 

Wirkung auf Babys & Kinder?

Man kann sagen, dass Bluetooth Kindern nicht schadet. Der Grund ist der gleiche, der bereits zuvor erläutert wurde: Die in mW und dBm ausgedrückte Leistung liegt unter einem potenziell gefährlichen Niveau. Auch und vor allem in diesem Zusammenhang sollte sich das Verhalten natürlich am gesunden Menschenverstand orientieren. General kann die Vermeidung längerer Nutzungszeiten nur von Vorteil sein.

So können Sie Bluetooth-Strahlung reduzieren

Wir empfehlen Bluetooth-Geräte der Leistungsklasse 2 und 3 zur Verringerung der Exposition gegenüber Handystrahlung. Anstelle des Handys / Mobiltelefons befindet sich dadurch ein Bluetooth-Sender in der Nähe des Ohrs, der eine viel schwächere Strahlung abgibt.

Fazit: Ist Bluetooth schädlich?

Bisher liegen keine wissenschaftlichen Nachweise aus Langzeitstudien vor, die eine Schädlichkeit von Bluetooth belegen, aber die Forschung wird fortgesetzt, um in Zukunft mit höherer Sicherheit Antworten geben zu können. Aktuell scheint Bluetooth sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine sichere Technologie zu sein, da die Signalleistung sehr niedrig ist, sogar geringer als die normaler WiFi- Netzwerke in Haushalten.

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