Was kann ich gegen Tinnitus machen?
Was kann man selber gegen Tinnitus tun? Hier finden Sie nützliche Tipps gegen Tinnitus für den Alltag. Mehr erfahren.
Was kann man selber gegen Tinnitus tun? Hier finden Sie nützliche Tipps gegen Tinnitus für den Alltag. Mehr erfahren.
Es gibt viele Möglichkeiten, begleitend zur ärztlichen Behandlung etwas gegen Tinnitus zu tun. Die Ohren mit einem Gehörschutz vor Lärm zu schützen, ist ein wichtiger Baustein. Den Stresspegel zu senken, ist ebenso entscheidend. Vor allem Entspannungstechniken und psychotherapeutische Unterstützung sind hilfreich. Zusätzlich können geräuscherzeugende Geräte (Noiser) den Tinnitus quasi übertönen.
Tinnitus und Ernährung hängen nicht ursächlich zusammen. Es ist aber so, dass sich mit einer besseren Ernährung der gesamte Stoffwechsel verbessert – und damit auch die Durchblutung, die im Zusammenhang mit Ohrgeräuschen wichtig ist. Wer sich abwechslungsreich ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel. Teilweise wird im Zusammenhang mit Tinnitus Kalium erwähnt. Dabei geht es aber um im Innenohr stattfindende Nerventätigkeiten, die mit zu viel oder zu wenig Kalium nicht beeinflusst werden können.
Fazit: Eine Ernährungsumstellung ist kein Allheilmittel, aber man stellt die richtigen Weichen, damit der Körper sich erholen kann.
So wie mit der Ernährung ist auch der Umgang mit Kaffee zu bewerten: Wer gerne Kaffee trinkt und ihn gut verträgt, der muss Kaffee nicht meiden. Es gibt sogar Untersuchungen, die vermuten, dass eine Prophylaxe gegen Tinnitus Koffein sein könnte. Keinesfalls sollten deshalb aber Nicht-Kaffeetrinker jetzt damit anfangen: Menschen, die empfindlich und mit Unruhe auf Kaffee reagieren, können stattdessen nämlich das Gefühl haben, Kaffee verstärkte die Geräusche. Tee ist dann eindeutig die bessere Wahl.
Vor allem Nikotin mit seiner gefäßverengenden Wirkung ist bei Tinnitus nicht zu empfehlen. Auch Alkohol ist nur in geringen Mengen angebracht, um die Organe und damit den Körper durch den Alkoholabbau nicht in Stress zu versetzen.
Wenn der Tinnitus bleibt, kann daraus eine Belastung entstehen. In bestimmten Fällen verordnen dann HNO- oder Hausarzt bei Tinnitus Psychotherapie. Es ist empfehlenswert, diese Hilfe anzunehmen. Denn gerade, wenn Psyche und Wohlbefinden belastet sind, ist es doppelt so schwer, Entspannung zu finden. Und gerade der entspannte Umgang im Alltag ist der Schlüssel zu einem Weg aus dem Tinnitus oder um gut mit den Störgeräuschen zu leben. Meist wird eine kognitive Verhaltenstherapie empfohlen, die anhand konkreter Übungen den Umgang mit Stress erleichtert.
Auch bei der Tinnitus-Retraining-Therapie spielen psychotherapeutische Anteile eine Rolle. Hier werden psychotherapeutische Beratung, Geräuschtherapie und ein Hörtraining kombiniert.
Wer keine weitere ärztliche Betreuung wünscht, kann in einer Tinnitus-Selbsthilfegruppe Ansprache, Austausch und Ratschläge von Betroffenen bekommen. Kontaktdaten aus Ihrer Umgebung finden Sie auf der Seite der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Die Selbsthilfe ist in ganz Deutschland breit aufgestellt. Die Chancen, eine Gruppe in der Nähe zu finden, sind gut. Wer selbst eine Gruppe gründen möchte, kann sich hier ebenfalls informieren.
Ein Gehörschutz gegen Lärm ist die beste Vorbeugung gegen Hörprobleme und Tinnitus. Sind bereits Probleme vorhanden, ist es allerhöchste Zeit, die Ohren zu schützen. Tinnitus-Ohrstöpsel schützen die Ohren vor weiteren Schädigungen und den Körper vor Lärm-Stress. Stress als bekannter Auslöser für Tinnitus sollte in allen Situationen vermieden werden. Deshalb gilt: Lärm vermeiden, Ohrstöpsel in einer lärmintensiven Umgebung tragen und wo immer es geht, für Entspannung sorgen. Als lärmintensiv gelten Lautstärken ab 85 Dezibel. Die passenden Ohrstöpsel bekommen Sie vom Hörakustiker in Ihrer Amplifon-Filiale. Denken Sie nicht, es sei zu spät und verzichten auf Gehörschutz. Tinnitus ist kein Schicksal. Er kann sich verbessern und wieder verschwinden.
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