Allergien und Hörprobleme

Vorübergehender Hörverlust durch saisonale Allergien
27 April 2023

Leben mit Allergien: Juckende und verstopfte Ohren

Wie schützt man sich vor Pollen, um den einsetzenden Frühling so gut wie möglich genießen zu können? Es ist nicht einfach mit Allergien zu leben.

Tränen der Augen, Niesen, trockener Husten und Juckreiz sind die typischen Symptome einer regelmäßig im Frühjahr auftretenden Plage: durch Pollen verursachte Allergien. Zu Beginn des Frühlings erreicht die Konzentration von Pollen, den von Pflanzen und Blumen erzeugten Mikrosporen, in der Luft ihr höchstes Niveau. Die Pollen bewegen sich in Wolken, verbreiten sich in der Atmosphäre und setzen sich fast überall ab. 

Wie kann man sich davor schützen? Keine Angst: trotz der Erkrankungen, ist es kein Ding der Unmöglichkeit, das Frühjahr mit Allergien gut zu überstehen.

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Allergien und Zusammenhang mit Hörproblemen

Heuschnupfen bzw. Pollenallergien verstärken sich in der Regel während der Sommermonate, da der Pollenflug zunimmt. Dadurch können auch Hörprobleme entstehen. Der menschliche Organismus betrachtet Pollen als Schadstoffe und versucht, sich zu verteidigen, indem er einen chemischen Stoff freisetzt, das sogenannte Histamin. In der Folge kann sich die Schleimhaut der Eustachischen Röhre entzünden. Dadurch kann es zu einer Störung des Druckausgleichs in der Eustachischen Röhre kommen. Es fühlt sich an, als ob die Ohren verstopft seien.

Die häufigsten Hörprobleme bei Allergien

Verstopfte Ohren

Die Verstopfung der Eustachischen Röhre kann durch eine Überproduktion von Katarrh verursacht werden, die auf eine allergiebedingte Entzündung zurückzuführen ist. Als Resultat entsteht das Gefühl verstopfter Ohren.

Ohrenentzündung (Otitis externa)

Die häufigste Ursache für eine Otitis externa ist Wasser in den Ohren; die Ohrenentzündung kann jedoch auch durch eine allergiebedingte Hautreaktion hervorgerufen werden.

Menière-Syndrom

Menschen mit Menière-Syndrom können von einer allergiebedingten Zunahme ihrer Schwerhörigkeit betroffen sein. In seltenen Fällen kann die Allergie diese Krankheit auch auslösen.

Heuschnupfen: Juckende Ohren und verstopfte Ohren

Heuschnupfen ist eine Allergie, an der sehr viele Menschen leiden. Die häufigsten Symptome sind Niesen und eine Verstopfung der Nase, wodurch sich Schleim im Mittelohr ansammelt. Dieser kann verhindern, dass die Schallwellen die für die Hörfähigkeit wesentlichen Gehörknöchelchen im Mittelohr zum Schwingen bringen. Daher kann der Heuschnupfen eine vorübergehende Schwerhörigkeit zur Folge haben. Die übermäßige Ansammlung von Schleim kann auch die Dränage der Eustachischen Röhre beeinträchtigen und so zu einem Druckanstieg in den Ohren führen.

Symptome von Hörverlust aufgrund von Allergien

Bei Kindern ist ein vorübergehender Hörverlust aufgrund von Pollenallergien häufig zu beobachten, denn sie sind besonders anfällig für Ohrinfektionen. Ihre Eustachische Röhre ist kürzer, was die Ansammlung von Schleim begünstigt. Personen, die an Heuschnupfen oder anderen Allergien leiden, sollten besonders auf folgende Symptome achten:

Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn diese Symptome nach Abklingen der allergischen Reaktionen erneut auftreten.

Allergiebedingte Hörverluste behandeln

Die Atemwege und Augenschleimhäute werden durch die Frühjahrsallergien auf harte Probe gestellt. Hauptverantwortlich für diese Allergien ist bekanntlich der Pollenflug. Die Risikozeiten zu kennen, ist daher die erste Voraussetzung, um sich durch Anpassung der eigenen Gewohnheiten und des Lebenstils schützen zu können. Eine praktische Hilfe in diesem Sinne sind Pollenkalender, in denen die Blütezeiten der allergenen Pflanzen verzeichnet sind und leicht abgelesen werden können. Zu den wichtigsten Allergieauslösern gehören folgende Pflanzen:

  • Gräser, von April bis Juni;
  • Birken, von Januar bis Mai;
  • Zypressengewächse (Cupressaceae), von Februar bis März;
  • Glaskraut (Parietaria), von März bis Oktober;
  • Korbblütler, von Juli bis September;
  • Ölbaumgewächse (Oleaceae), von Mai bis Juni

Wie kann man sich vor Allergien schützen?

Jeder, der schon einmal mit Frühjahrsallergien zu kämpfen hatte, kennt eine Reihe nützlicher Schutzmaßnahmen und lässt vor Beginn der Pollensaison, wenn es der Haus- oder Facharzt angeraten hat, eine Allergietherapie durchführen.

Außerdem gibt es praktische Tipps zur Bekämpfung oder Verringerung der durch den Pollenflug erzeugten Unannehmlichkeiten. Diese Ratschläge zu befolgen, kann helfen, die Risikozeiten bestmöglich zu überstehen. Zum Beispiel:

Am Tisch

Der Verzehr von Erdbeeren und Meeresfrüchten sollte möglichst beschränkt werden.

Auf Reisen

In allen Transportmitteln empfiehlt es sich immer, die Fenster zu öffnen.

Personal- und Haushaltsreinigung

Bei der täglichen Dusche, empfiehlt es sich, auch immer die Haare zu waschen. Zu Hause sollten die Fenster in den mittleren Stunden des Tages geschlossen bleiben, da die Pollenbelastung in dieser Zeit besonders hoch ist. Auch Fußböden und Heimtextilien (z. B. Vorhänge, Teppiche usw.) sollten immer sauber gehalten werden. Der Staubsauger sollte aber möglichst wenig genutzt werden, da er die allergieauslösenden Partikel in der Luft verteilt.

Ausflüge in ländliche Gebiete

Bei längeren Aufenthalten in mittlerer Höhenlage (zwischen 600 und 1000 m) sollte an trockenen und windigen Tagen oder nach einem Gewitter möglichst vermieden werden, im Freien zu verweilen; denn die vom Regenwasser zersetzten Pollenkörner können leichter in die Atemwege eindringen.
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