Wissenswertes zu Pickeln im, am oder hinter dem Ohr

Ursache, Arten von Ohr-Pickeln & Behandlungsmöglichkeiten
12 November 2019

Was genau sind Ohrpickel?

Lästige Pickel auf der Nase oder der Stirn sind jedem bekannt. Wenn sich die unliebsamen Hautunreinheiten jedoch im oder hinterm Ohr bemerkbar machen, ist dies besonders unangenehm und schmerzhaft für den Betroffenen.

Ursachen: Die Ursache für Pickel im Ohr ist Ohrenschmalz, das nicht richtig abfließen konnte und daraufhin die Poren verstopft. Statt seiner eigentlichen Funktion, nämlich das Ohr zu reinigen, nachzukommen, führt es zu kleinen Eiterpickeln. Die Lage des Pickels kann dabei sehr unterschiedlich sein.

Eventuelle Folgen: Neben den schmerzenden Entzündungen können Pickel im Ohr unter Umständen auch OhrenschmerzenHörverlust und Kieferschmerzen hervorrufen. 

Unterscheidung von Mitessern

Mittesser sind kleiner und robuster als Pickel. Diese Umstände erschweren ihre Behandlung. Durch verstopfte Talgdrüsen und Ohrenschmalz entstehen weiße (unter der Haut liegende) und schwarze Mitesser, bei denen die Talgmasse in Kontakt mit der Luft kommt.

Unterscheidung von Furunkeln

Bei einem Furunkel handelt es sich nicht um einen Talgpickel. Stattdessen liegt in diesem Fall eine Entzündung eines Haarfollikels vor, die durch Bakterien ausgelöst wird. Als Folge bildet der Furunkel Eiter und die Entzündung kann das umliegende Gewebe angreifen. Daher sind Furunkel deutlich schmerzhafter als Pickel und heilen nur mit Vernarbungen aus.

Unbehandelte Furunkel, die nicht von selbst abheilen, führen unter Umständen zu Abszessen und Blutvergiftungen, weshalb ein Besuch beim HNO-Arzt dringend empfohlen wird. Aus diesem Grund sollten Betroffenen den Furunkel niemals selbstständig öffnen. Besser ist es, die betroffene Stelle möglichst ruhig zu halten. Rotlicht kann den Heilungsprozess unterstützen. Eine Ringelblumen-Tinktur wirkt sich positiv auf die Entzündung aus. Darüber hinaus helfen feucht-warme Umschläge mit antiseptishen Mitteln. 

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Die verschiedenen Arten von Ohr-Pickeln im Überblick

Pickel im Ohr oder in der Ohrmuschel

Egal, wo am oder im Ohr der Pickel sitzt, er sollte in keinem Fall ausgedrückt werden. Dies ist aufgrund der ungünstigen Einsehbarkeit und Lage auch gar nicht immer möglich. Wenn der Pickel zu lästig ist, kann ein HNO-Arzt ihn professionell entfernen.

Pickel hinter dem Ohr

Hinter dem Ohr ist die Haut sehr dünn und empfindlich. Ein Pickel hinter dem Ohr kann daher sehr schmerzhaft sein. Aufgrund der Nähe zu den Lymphdrüsen dürfen Pickel an dieser Stelle nicht ausgedrückt werden. Dies könnte die Entzündung noch verschlimmern. 

Pickel am Ohrläppchen

Am Ohrläppchen befinden sich viele Talgdrüsen, die zu verstopften Poren führen können. Das Tragen von Ohrringen und die daraus entstehende Belastung für die Haut fördern die Entstehung von Pickeln am Ohrläppchen. 

Pickel im Gehörgang

Im Gehörgang sind die Pickel besonders unangenehm. Sie äußern sich durch einen Druckschmerz und gehen unter Umständen mit Ohrenschmerzen einher. Wichtig ist, dass die Pickel nicht mit einem Wattestäbchen oder ähnlichem ausgedrückt werden. Dies kann dazu führen, dass die eitrige Flüssigkeit weiter ins Ohr gelangt und dort ebenfalls Infektionen auslöst.

Pickel am Ohrknorpel

In den Windungen und Falten des Ohrknorpels können sich Schweiß, Dreck und Bakterien besonders gut ansammeln. Die Folge sind entzündete Pickel am Ohrknorpel. Durch die Verwendung von Over-ear-Kopfhörern begünstigt diesen Prozess, denn unter ihnen staut sich die Luft und Bakterien gelangen vom Headset an die Ohrknorpel.

Pickel im Ohr selbst behandeln: Tipps und Hausmittel

Wenn vorbeugende Maßnahmen nicht gewirkt haben und dennoch ein lästiger Pickel im Ohr entstanden ist, helfen einige Hausmittel dabei, ihn schnell wieder loszuwerden. Hierzu zählen verschiedene Öle oder Salben, mit denen der Pickel mehrmals mit einem Wattestäbchen täglich betupft wird. 

Wichtig: Tiefliegende Pickel im Gehörgang sollten immer von einem HNO-Arzt und nicht in Eigenregie mit Hausmitteln behandelt werden!

Pickel im Ohr ausdrücken: Ja oder Nein?

Das Ausdrücken der Ohrenpickel und Mitesser ist nicht zu empfehlen. Die Entzündung kann sich hierdurch verschlimmern und eitrige Flüssigkeit könnte im Gehörgang weitere Entzündungen hervorrufen. Wenn der Pickel im Ohr aufgegangen ist, sollte das Ohr schnellstmöglich gründlich gereinigt werden. 

Teebaumöl und Aloe Vera gegen Pickel

Teebaumöl und Aloe Vera wirken entzündungshemmend und desinfizierend. Für die Behandlung der Pickel wird eine kleine Menge der Flüssigkeit auf ein Wattestäbchen getropft und anschließend auf den Pickel gegeben. Die Wirkstoffe sollten dabei allerdings nicht in den Gehörgang laufen, sondern lediglich auf die betroffene Stelle getupft werden.

Zugsalbe gegen Pickel

Zugsalbe aus der Apotheke wird äußerlich angewendet und hilft ebenfalls dabei, Pickel im Ohr zu behandeln. Das darin enthaltene Schieferöl wirkt antibakteriell und hemmt die Entzündung. 

Jojobaöl gegen Pickel

Jojobaöl entzieht genau den Bakterien die Lebensgrundlage, die Pickel hervorrufen. Daher eignet es sich besonders gut, zum direkten Auftragen mit einem Wattestäbchen auf die entsprechende Stelle. Nach 30 Minuten wird überschüssiges Öl und gelöster Schmutz mit einem Tuch abgewischt. Hochwertiges Jojobaöl zeichnet sich durch eine goldgelbe Farbe aus. 

Wie kann ich Pickel und Mitesser im Ohr vorbeugen?

Die Bildung von Pickeln und Mitessern im Ohr muss nicht sein. Es gibt daher verschiedene Möglichkeiten, um ihrer Entstehung vorzubeugen. 

Hierzu zählt die tägliche Ohrenreinigung mit lauwarmem Wasser und einem Waschlappen, mit dem die Ohrmuschel sanft ausgewischt wird, um Ohrenschmalz zu entfernen. Auch beim Duschen und Haarewaschen sollte den Ohren ein Moment der Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es ist darauf zu achten, dass das Ohrenschmalz bei der Reinigung nicht zurück in den Gehörgang gedrückt wird.

Aus diesem Grund sollte auch auf die Verwendung von Wattestäbchen verzichtet werden. Darüber hinaus sollten alle Gegenstände, die mit den Ohren in Kontakt kommen, wie zum Beispiel Telefone und Mützen, regelmäßig abgewischt bzw. gewaschen werden. Ebenso häufig sollten Nutzer ihre Hörgeräte reinigen. Auf diese Weise lässt sich die Verbreitung von Schmutz und Bakterien eindämmen. 

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