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Rund ums Hören

| 3 min read

Was ist Schlafapnoe? - Symptome, Ursachen & Behandlung

Gibt es eine Verbindung zwischen Schlafapnoe und plötzlichem Hörverlust?

Was ist Schlafapnoe?

Als Apnoe bezeichnet man das vollständige Aussetzen der Atmung. Eine daraus resultierende Schlafapnoe ist eine der häufigsten Schlafstörungen. Dabei treten während des Schlafens Atemstillstände auf. Allein in Deutschland leiden 4 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Nur 800.000 Menschen davon sind in ärztlicher Behandlung. Das macht deutlich, dass die Krankheit lange Zeit unentdeckt bleibt.

 

Kurzfristige Folgen einer Schlafapnoe sind Müdigkeit und Unkonzentriertheit am Tag. Doch auch langfristige Folgeerkrankungen wie beispielsweise Herzkreislauf-Beschwerden, Schlaganfälle und Depressionen sind auf ungesunden Schlaf zurückzuführen.

 

Im Gegensatz zu einer Apnoe kommt es bei einer Hypopnoe zu einer Verminderung des Atemflusses. In der Praxis sieht dies so aus, dass der Atemfluss aufrecht erhalten bleibt, die Betroffenen aber gegen einen Widerstand atmen müssen.

Verschiedene Formen und deren Symptome

Es gibt drei verschiedene Formen von einer Schlafapnoe. Die unterschiedlichen Arten einer Schlafapnoe haben jeweils unterschiedliche Auslöser.

Warum bekommt man eine Schlafapnoe?

Entstehung & Ursachen

 

Die Schlafapnoe, also Unterbrechungen der Atmung während des Schlafens, entstehen dadurch, dass sich bei Betroffenen die Atemwege verengen oder verschließen. Die Ursachen können vielseitig sein, unter anderem können folgende Punkte ursächlich sein:

    • Infektionen der Atem oder Allergien
    • Übergewicht
    • Kopfschmerzen
    • Vergrößerte Mandeln
    • Zurücksinken der Zunge durch die Erschlaffung der Mund- und Rachenmuskulatur im Schlaf

    Das Schlafapnoe Syndrom hat meist organische Ursachen, psychische Ursachen, wie beispielsweise Stress, können weitestgehend ausgeschlossen werden.

    Untersuchung und Diagnose

     

    Erste Symptome einer Schlafapnoe bemerken Betroffene häufig im Alltag durch Atemaussetzer beim Schlafen oder eine starke Tagesmüdigkeit.

     

    Die Diagnose einer Schlafapnoe erfolgt meist im Rahmen einer schlafmedizinischen Untersuchung. Hierbei wird neben dem Blutsauerstoffgehalt auch die Anzahl der Atemaussetzer im Schlaf gemessen.

     

    Eine neuere Methode der Diagnostik bieten Schlafapnoe Diagnosegeräte. Der Schlafapnoe Selbsttest kann zu Hause eingesetzt werden. Hier wird die Sauerstoffsättigung im Blut sowie die Volumenschwankungen und Veränderungen der Gefäßspannung in der Fingeraterie gemessen.

    Therapie: Ist eine Schlafapnoe heilbar?

    Eine rechtzeitige Behandlung einer Schlafapnoe ist für eine Linderung der Beschwerden unerlässlich. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    Folgen und Prognose: Wie gefährlich ist Schlafapnoe?

    Das Gefährliche an einer Schlafapnoe ist, dass man die Krankheit als Betroffener zunächst nicht bemerkt.

     

    Je nach Schweregrad kann es zu folgenden gesundheitlichen Problemen kommen:

    • Verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
    • Kopfschmerzen
    • Bluthochdruck
    • Herzinfarkt
    • Schlaganfall
    • Stimmungsschwankungen
    • Depressionen
    • Angstzustände

    Bleibt die Schlafapnoe langfristig unentdeckt, kann diese langfristige bis hin zu lebensbedrohlichen Folgen haben.

    Schlafapnoe und Tinnitus

    Schlafapnoe und Tinnitus

    Häufig sind Schlafstörungen die Folge eines Tinnitus, doch auch umgekehrt besteht ein Zusammenhang. Denn durch eine Schlafapnoe entsteht Sauerstoffmangel, die Folge ist eine geringere Blutzirkulation im Innenohr. Der Vorteil dieses Zusammenhangs ist, dass mit der Therapie der Schlafapnoe auch die Symptome des Tinnitus nachlassen.

    Schlafapnoe und Hörverlust

    Ein direkter Zusammenhang zwischen einer Schlafapnoe und einem Hörverlust besteht nicht. Allerdings wird durch eine Schlafapnoe die Durchblutung im Ohr reduziert, was eine gesunde Blutzirkulation verhindert. Hinzu kommt, dass jahrelanges Schnarchen die empfindlichen Haarzellen der Ohren dauerhaft schädigen kann, was ebenfalls zu einem Hörverlust führen kann.

    Plötzlicher Hörverlust und Schlafapnoe

    Plötzlicher Hörverlust und Schlafapnoe

    Ein Hörsturz und eine Schlafapnoe haben als häufigste Haupt-Ursache Übergewicht und Herzerkrankungen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beides häufig mit Veränderungen in den Blutgefäßen einhergeht.

    Zudem tritt ein Hörsturz häufig als Begleiterscheinung einer Schlafapnoe auf. Ein Hörsturz sollte, genau wie eine Schlafapnoe, schnellstmöglich behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

    Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeit

    Schlafstörungen sind eher selten ein Grund für eine ärztliche Krankschreibung.

     

    Bei einer Schlafapnoe hingegen bestehen neben den oben genannten Folgen zusätzlich extreme Schläfrigkeit und damit einhergehende Arbeitsunfähigkeit. Häufig berichten Betroffene, dass sie nach mehreren Stunden im Berufsalltag nicht mehr leistungsfähig sind. Eine langfristig unbehandelte Schlafapnoe kann zu einer Arbeitsunfähigkeit führen.

    Schlafapnoe bei Kindern und Babys

    Auch bei Kinder und Babys kann eine Schlafapnoe auftreten. Bei Babys und Kleinkindern ist ein leichtes Schnarchen normal, da die Schleimhaufalte gegebenenfalls noch nicht richtig entfaltet ist. Auch bei Erkältungen oder Schnupfen kann ein zeitweises Schnarchen vorkommen.

     

    Wenn Kinder auch danach noch schnarchen und damit einhergehend Konzentrationsstörungen und häufige Infekte der oberen Atemwege auftreten, sollten die Eltern einen Arzt aufsuchen.

     

    Die Symptome lassen sich in nächtliche und tägliche Symptome aufteilen. Die nächtlichen Symptome sind meist schnarchen, unruhiger Schlaf und nächtliches Schwitzen.

     

    Zu den täglichen Symptomen gehören Mundatmung, morgendliche Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Tagesschläfrigkeit kommt eher bei Erwachsenen als bei Kindern vor.

     

    Zu den Risikofaktoren gehören:

      • Vergrößerte Mandeln oder Polypen
      • Übergewicht
      • Bestimmte Medikamente (z.B. Sedativa, Opiate)
      • Genetische Faktoren

      Leiden Betroffene in der Schwangerschaft unter Schlafapnoe wirkt sich das auch auf das Kind aus. So wird die Gesundheit des Kindes vor allem in den ersten Jahren maßgeblich davon beeinflusst. Bei dem Verdacht einer Schlafapnoe sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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