Tinnitus-Diagnose und -Untersuchung
Wie wird ein Tinnitus diagnostiziert? Erfahren Sie hier mehr über die vers…
Ohrenschmerzen und Ohrendruck im Flugzeug treten vor allem beim Abheben oder Landen auf, können aber in manchen Fällen auch nach dem Flug bestehen bleiben. Erst verspüren Betroffene ein Ploppen und hören daraufhin wie durch Watte. Schlussendlich nehmen sie ein Pfeifen oder Summen (Tinnitus), sowie ein mehr oder weniger intensives Stechen wahr. Dieses Gefühl, das allgemein als „verschlossenes Ohr bzw. Ohren zu“ bekannt ist, wird in der medizinischen Fachsprache Barotrauma genannt. Hierbei handelt es sich um eine Verletzung des Ohrgewebes, welche durch eine plötzliche Veränderung des Luftdrucks hervorgerufen wird.
Unter normalen Umständen ist der Ohrendruck auf beiden Seiten des Trommelfells ausgeglichen. Für die Beibehaltung dieses Gleichgewichts sorgt die Eustachische Röhre, indem sie sich öffnet, um Luft durchzulassen. Veränderungen des Luftdrucks können zu einem Ungleichgewicht rund um das Trommelfell führen, wodurch es zu einer Trommelfellverschiebung kommen kann. Diese Verschiebung kann Ohrenschmerzen und weitere unangenehme Nebeneffekten nach sich ziehen.
Im Handel sind des Weiteren auch spezielle Mittel erhältlich, die den Druckausgleich unterstützen und Beschwerden lindern können. Im Falle eines Fluges mit Erkältung kann sich zum Beispiel ein abschwellendes Nasenspray als nützlich erweisen. Dieses trägt dazu bei, die Atemwege zu befreien und erleichtert so die Arbeit der Eustachischen Röhre. Ein Schmerzmittel wie Paracetamol wiederum hilft, Symptome zu lindern. Und bei Allergien kann ein Antihistaminikum zur Nutzung kommen.
Beim Abheben des Flugzeugs kann man Kaugummi kauen, ein Bonbon lutschen oder in kleinen Schlücken Wasser trinken, um einen Druckausgleich herbei zu führen. Denn durch wiederholtes Schlucken wird die Öffnung der Eustachischen Röhre stimuliert. Auch der Versuch zu gähnen ist ein häufig verwendetes Hilfsmittel gegen Ohrenschmerzen im Flugzeug.
Darüber hinaus gibt es viele Tipps und Techniken, die zu einem wirksamen Druckausgleich im Ohr beitragen können, wie zum Beispiel das Valsalva-Manöver: Hierbei wird tief eingeatmet, während man sich die Nase zuhält und den Mund fest verschließt. Dabei versucht man vorsichtig, Luft aus der Nase auszustoßen. Bei erfolgreicher Anwendung kann man ein leichtes Ploppen wahrnehmen, woraufhin das Ohr wieder frei sein sollte.
Das Toynbee-Manöver besteht hingegen darin, in kleinen Schlücken Wasser zu trinken und sich gleichzeitig die Nase zu zu halten, solange bis sich die Ohren wieder öffnen.
Wirksam zum Druckausgleich im Flugzeug ist auch das Otovent-Manöver, wobei dieses etwas mehr Aufwand erfordert. Hierzu wird ein spezieller Nasenballon mit einem Röhrchen benötigt, den man vor dem Flug beschaffen sollte. Während man ein Nasenloch verschließt, führt man das Röhrchen in das verbleibende Nasenloch ein und versucht mit diesem, den Ballon aufzublasen. Diesen Vorgang wiederholt man für beide Nasenlöcher bis das befreiende Ploppen erklingt.
Ein Kinderarzt kann zusätzlich abschwellende Nasensprays oder Ohrentropfen empfehlen bzw. verschreiben, um Ohrenschmerzen zu lindern. Diese können sich im Flugzeug vor allem dann als sehr nützlich erweisen, wenn das Kind mit einer Erkältung oder einer verstopften Nase zu kämpfen hat.
Durch diese Maßnahmen können ältere Menschen ihre Reise angenehmer gestalten und das Risiko von Beschwerden reduzieren.
Sollten die Beschwerden nach dem Flug nicht nachlassen oder sich sogar verschlimmern, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Hier sind einige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass eine ärztliche Untersuchung notwendig ist: