Sicherlich haben Sie das auch schon einmal erlebt: Sie sind während eines Films eingeschlafen und bemerken dann beim Erwachen, dass Ihre Träume von den Geräuschen aus dem Film beeinflusst waren. Sie haben eventuell von einer Schießerei oder von einem Musikkonzert geträumt, passend zu dem, was das Ohr wahrgenommen hat. Denn auch wenn wir schlafen: Unser Ohr hört mit. Es ist ein hochkompliziertes und sehr empfindliches Organ. Tag und Nacht treffen mehr oder weniger starke Schallwellen auf unser Trommelfell, das dadurch in Bewegung gerät.
Diese Bewegung wird über die Gehörknöchelchen an die mit Flüssigkeit gefüllte Schnecke (Cochlea) weitergeleitet. Während des Schlafs nehmen wir nur vom Hirn ausgewählte Geräusche wahr.
Auch wenn das meiste in unserem Bewusstsein nicht ankommt: Wenn sich relevante Geräusche wie Schritte, ein Türklappen oder ein ungewöhnliches Bodenknarren daruntermischt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir aufwachen. Das Unterbewusstsein bewertet Geräusche auch, wenn wir schlafen. Es alarmiert dann das Bewusstsein. Allerdings ist das Wachwerden von der aktuellen Schlafphase, in der sich der Schlafende befindet, abhängig. Aus dem Tiefschlaf ist es für die meisten Menschen schwierig, wachzuwerden.