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Hörsturz – Symptome, Therapie, Vorbeugung und Verhalten bei Hörsturz

Auf einmal war es da, dieses dumpfe Gefühl im Ohr, als ob man Watte im Ohr hätte. So beschreiben Betroffene häufig das Gefühl, einen Hörsturz zu erleiden. Typisch an einem Hörsturz, auch Ohrinfarkt genannt, ist der plötzliche Hörverlust. Von dem einen auf den anderen Moment kann der Betroffene auf einem, seltener auch auf beiden Ohren schlechter hören. Das ist eine sehr beängstigende Situation. Was tun bei Hörsturz? Die Antwort lautet: Möglichst schnell (maximal nach 48 Stunden) einen Facharzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt, auch HNO-Arzt genannt) aufsuchen. Er stellt die Hörsturz Diagnose und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Auf dieser Seite finden Sie außerdem wichtige Fragen und Antworten rund um einen Hörsturz.

Der Hörsturz ist eine häufig auftretende, plötzliche Funktionsstörung des Innenohrs, die meist auf einem Ohr auftritt – quasi ein "Systemabsturz" des Gehörs. Schätzungen zufolge erleiden in Deutschland jährlich zwischen 160 und 400 Menschen pro 100.000 Bürger eine plötzliche Hörminderung mit individuell unterschiedlichem Schweregrad. Besonders häufig sind Menschen ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Sehr selten tritt ein Hörsturz bei Kindern auf. Die Ursachen und der Einfluss äußerer Umstände werden indes von Experten kontrovers diskutiert.

Nicht zu verwechseln sind Hörsturz und Tinnitus. Der Unterschied Hörsturz Tinnitus liegt in den Symptomen: Beim Tinnitus handelt es sich um anhaltende Ohrgeräusche. Ein Tinnitus tritt in den meisten Fällen alleine auf. In manchen Fällen kündigt er aber auch einen Hörsturz an. Häufiger ist der Tinnitus nach dem Hörsturz. Erfahren Sie hier mehr über das Thema Tinnitus.

  1. Was ist ein Hörsturz?
  2. Was passiert bei einem Hörsturz?
  3. Hörsturz Symptome- woran erkennt man einen Hörsturz?
  4. Wie lange dauert ein Hörsturz? Kann ein Hörsturz heilen?
  5. Wie wird ein Hörsturz beim HNO-Arzt festgestellt?
  6. Hörsturz Ursachen - welche Faktoren können einen Hörsturz verursachen?
  7. Wie oft kommt ein Hörsturz vor und wer ist besonders betroffen?
  8. Hörsturz Therapie wie wird ein Hörsturz behandelt?
  9. Verhalten bei Hörsturz
  10. Wie kann ich einen Hörsturz vorbeugen
  11. Hörsturz Auswirkungen - Folgen und Spätfolgen eines Hörsturzes
  12. Dauerhafter Hörverlust nach einem Hörsturz?


1. Was ist ein Hörsturz?

Ein Hörsturz ist ein plötzlich auftretender Hörverlust, der meist nur ein Ohr betrifft. In der Fachsprache wird der Hörsturz auch als akuter idiopathischer sensorineuraler Hörverlust oder ideopathischer Hörsturz bezeichnet. Idiopathisch steht für "ohne erkennbare Ursache", denn in den meisten Fällen kann die Ursache des Hörverluste nicht genau bestimmt werden.

Experten differenzieren zwischen einer Hörminderung, die auf eindeutige äußere Ursachen wie eine Virusinfektion oder plötzlichen Lärm wie eine Explosion zurückzuführen ist (somit also oft fälschlicherweise als Hörsturz bezeichnet wird), und dem eigentlichen Hörsturz im medizinischen Sinne (s.u. "Schallempfindungsschwerhörigkeit"). Es kann zwischen verschiedenen Schweregraden wie leichtem Hörsturz und schwerem Hörsturz unterschieden werden. Dies hängt von dem Grad der Höreinschränkung und der Dauer des Hörsturzes ab, die allerdings nicht vorhergesagt werden kann.

 

2. Was passiert bei einem Hörsturz?

Bei einem Hörsturz können Sinneseindrücke von Geräuschen, nachdem sie auf die Ohrmuschel getroffen sind und über das Mittelohr weitergeleitet wurden, im Innenohr nicht mehr korrekt weiterverarbeitet und an das Gehirn übermittelt werden. So erklärt sich auch der Begriff "Ohrinfarkt", der oft als Synonym verwendet wird. Mediziner sprechen hier von einer "Schallempfindungsschwerhörigkeit" beziehungsweise "sensorischer Schwerhörigkeit". Diese kann unterschiedlich stark und mal in wenigen, mal in mehreren Frequenzbereichen auftreten – hier reichen die Diagnosen von leichten Hörstörungen bis hin zur Taubheit.

 

3. Hörsturz Symptome - woran erkennt man einen Hörsturz?

Wie äußert sich ein Hörsturz? Typische Hörsturz Anzeichen sind ein sehr schnell auftretendes starkes Nachlassen des Hörvermögens und ein scheinbarer Schwindel nach dem Hörsturz. Schlagartig hört man in einem oder seltener beiden Ohren deutlich weniger. Der Schweregrad dieser Schallempfindungsschwerhörigkeit ist unterschiedlich und kann von einem leichten Abfall des Hörvermögens bis hin zur Ertaubung reichen. Hinsichtlich der betroffenen Frequenzbereiche tritt der Hörsturz in unterschiedlichen Formen auf. Es können beispielsweise besonders die hohen oder tiefen Töne vom Hörsturz betroffen sein, aber auch ein über alle Frequenzen gleich starker Abfall ist möglich und äußert sich bei jeder Person anders. Der Hörsturz verursacht niemals Ohrenschmerzen. Betroffene geben jedoch teilweise an ein leichtes Druckgefühl im Ohr zu verspüren. Beschrieben wird das Gefühl wie Watte oder Ohrstöpsel im Gehörgang zu haben. Außerdem berichten Patienten davon, dass sich die Ohrmuschel pelzig anfühlt, als wäre sie in Watte gepackt. Dies beschreibt eine Sensibilitätsstörung, welche auch auf einen Hörsturz hindeuten kann. Dabei kann der Hörsturz ein Schwindelgefühl auslösen. Das Gleichgewicht ist dabei aber nicht tatsächlich beeinträchtigt.

  1. Ohrmuschel
  2. Gehörgang
  3. Trommelfell
  4. Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel)
  5. Mittelohr
  6. Eustachische Röhre
  7. Hörschnecke (Cochlea)
  8. Haarsinneszellen
  9. Hörnerv


In Verbindung mit einem Hörsturz können auch Schwindel und/oder Ohrgeräusche, also ein Tinnitus, auftreten. Die Ohrgeräusche in Form von Pfeifen, Klingeln oder Rauschen sind dabei nur vom Betroffenen selbst wahrnehmbar und können von anderen Personen nicht gehört werden.

Als weiteres Symptom ist eine sogenannte Fehlhörigkeit (Dysakusis) bekannt. Das heißt Töne werden vom Patienten verzerrt wahrgenommen.

 

Habe ich einen Hörsturz?

Häufige Beschwerden bei einem Hörsturz in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit sind:

  • plötzlicher Hörverlust
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Druckgefühl im Ohr
  • Schwindel
  • veränderte Wahrnehmung von Tönen (Hyper-/Diplo-/Dysakusis)
  • Pelziges Gefühl um die Ohrmuschel (periaurale Dysästhesie)


4. Wie lange dauert ein Hörsturz? Kann ein Hörsturz heilen?

Die Prognose bei Hörsturz ist allgemein gut, besonders wenn der HNO-Arzt nur einen leichten Hörverlust feststellen konnte. Die Spontanheilungsrate liegt generell bei etwa 50 %. Das heißt bei ca. der Hälfte der Betroffenen bessert sich ein Hörsturz von selbst, oft auch schon innerhalb von 24 Stunden. Andere erfahren eine Besserung während einer Therapie, beispielweise durch hochdosierte Glukokortikoide. Eine pauschale Aussage über die Hörsturz Behandlungsdauer und damit auch über die Hörsturz Heilungsdauer lässt sich allerdings nicht treffen. Es können auch dauerhafte Symptome bestehen bleiben, denn der Verlauf einer Hörsturz-Erkrankung ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich.

 

5. Wie wird ein Hörsturz beim HNO-Arzt festgestellt?

Bedeutet ein Hörsturz Krankenhaus? Nein, denn ein Hörsturz ist aus heutiger medizinischer Sicht kein Notfall. Jedoch sollten Betroffene sich schnellstmöglich an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) wenden, der der Hörsturz Spezialist ist, wenn plötzlich Beschwerden auftreten, wie z. B.

  • Schwierigkeiten beim Hören
  • Dumpfes Gefühl im oder um das Ohr
  • Ohrgeräusche
Der HNO-Arzt setzt eine Reihe von Untersuchungsmethoden ein, um einen Hörsturz zu diagnostizieren. Dabei wird nach dem Verfahren des Ausschlussprinzips gearbeitet. Bei diesem Verfahren werden mögliche Ohrerkrankungen ausgeschlossen, bevor ein Hörsturz festgestellt wird. Zunächst führt der HNO-Arzt eine eingehende Anamnese durch, dabei werden dem Patient neben Fragen zu seinem allgemeinen Gesundheitszustand auch spezifische Fragen zu den akuten Hörproblemen gestellt, z. B.: Wann sind die Symptome aufgetreten? Wie äußern sich diese? Daraufhin kann der HNO-Arzt weiterführende Untersuchungen anstellen, die Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Ohren geben. Die Ohrspiegelung (Otoskopie) oder Ohrmikroskopie gewährt dem HNO-Arzt Einblick in die Gesundheit des Gehörgangs und Trommelfells (Mittelohr). Möglicherweise ist lediglich ein durch Ohrenschmalz verstopfter äußerer Gehörgang ursächlich für die Hörprobleme. Auch der Zustand des Trommelfells lässt sich mit dieser Untersuchungsmethode feststellen und mit der Tympanometrie bestätigen, z. B. kann so ein verletztes Trommelfell diagnostiziert werden. Anhand verschiedener Hörtests wird das Ausmaß des Gehörverlusts festgestellt. Ohrenärzte bedienen sich dabei der Tonaudiometrie, Sprachaudiometrie und der Stimmgabelprüfung. Diese Untersuchungen können bei Verdacht auf einen Hörsturz beim HNO-Arzt durchgeführt werden:
  • Eingehende allgemeine und Fachanamnese
  • Otoskopie oder Ohrmikroskopie
  • Hörprüfung (Ton- und Sprachaudiogramm, Stimmgabel)
  • Tympanometrie
Des Weiteren wird bei einem Hinweis auf einen Hörsturz der Blutdruck des Patienten gemessen um festzustellen, ob möglicherweise ein zu niedriger Blutdruck oder ein Bluthochdruck mit dem Hörsturz in Verbindung gebracht werden kann. Für einen gezielten Befund können weitere medizinische Untersuchungen zum Einsatz kommen, welche beispielsweise Aufschluss über den Zustand des Hörnervs (neurale Schwerhörigkeit) geben können:
  • Tonaudiometrie nach Fowler (Recruitmentmessung)
  • Hirnstammaudiometrie (BERA)
  • Messung otoakustischer Emissionen (OAE)

Auch das Gleichgewichtsorgan wird bei einem Hörsturz anhand verschiedener Methoden unter die Lupe genommen (Vestibularisprüfung).


6. Hörsturz Ursachen - welche Faktoren können einen Hörsturz verursachen?

Die Ursachen eines Hörsturzes werden – ebenso wie die verschiedenen Behandlungsmethoden - in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Die häufigste Vermutung ist, dass im Innenohr auftretende Durchblutungsstörungen wie z. B. kleine Blutgerinnsel den Hörsturz verursachen. Dadurch werden die sogenannten Haarzellen, die in der Hörschnecke verantwortlich für die Umwandlung von Schall in elektrische Impulse und somit verantwortlich für das eigentliche Hören sind, nicht ausreichend versorgt. Unter Umständen fallen sie sogar aus. Ebenso kann ein Hörsturz durch Stress und große Belastungen oder einen hohen Blutfettwert ausgelöst werden. Das sich durch das Blutfett an den Gefäßwänden ablagernde Cholesterin kann dann Durchblutungsstörungen im Innenohr verursachen. Der Hörsturz durch Lärm wie laute Musik ist eher selten. Zwar können nach Rockkonzerten, Discobesuchen oder anderen Lärmquellen ähnliche Symptome auftreten, die dann aber in der Regel schnell wieder abklingen.

Als weitere Ursachen werden vermutet:

  • Virusinfektionen
  • chronische Entzündungen des Ohr- und Kopfraums
  • Störungen/Erkrankungen des Autoimmunsystems
  • Verschiedene Verletzungen des Ohres
  • Tumore wie ein Akustikusneurinom
  • Fehlstellungen im Bereich der Halswirbelsäule
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Psychosomatische Leiden

 

7. Wie oft kommt ein Hörsturz vor und wer ist besonders betroffen?

Untersuchungen zufolge erleiden in Deutschland jährlich ca. 16.000 Menschen einen Hörsturz. Pro Jahr sind das 20 Menschen pro 100.000 Einwohner, die von einem Hörsturz betroffen sind. Männer und Frauen leiden gleich häufig unter der Funktionsstörung des Innenohrs. Es kann zwar keine Altersgruppe ausgeschlossen werden, die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und Jugendliche einen Hörsturz erleiden ist aber eher gering. Am häufigsten sind Personen ab einem Alter von 50 Jahren betroffen, jedoch steigt der Anteil jüngerer Betroffener an. Dies kann eventuell auf eine erhöhte Lärmbelastung in der heutigen Zeit, aber auch auf die Hörsturz Ursachen Stress und Haltungsprobleme zurückzuführen sein.

Ein Hörsturz bedeutet eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität, so dass eine Behandlung grundsätzlich sinnvoll erscheint. Der Wissenschaft ist es jedoch noch nicht gelungen, die Überlegenheit einer speziellen Hörsturz-Therapie nachzuweisen. Diese Unsicherheit aber auch die Tatsache, dass die Hörsturz Ursache nicht eindeutig bekannt ist, stellt Ärzte und Wissenschaftler vor eine Herausforderung und bietet Raum für viele verschiedene klassische Behandlungsmethoden und Therapieansätze. Ihr HNO-Arzt wird individuell entscheiden, ob eine medikamentöse Therapie zielführend ist. Vor allem beim vermuteten stressbedingten Hörsturz wird eventuell auch eine psychologische bzw. psychoanalytische Behandlung empfohlen. In der Regel erfolgt eine Behandlung ambulant - nur in schweren Ausnahmefällen empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt in einer Fachklinik. Übrigens: Nicht jeder Hörsturz bedarf einer Behandlung, z. B. kann sich bei einem leichten Hörsturz eine Besserung von selbst einstellen.

 

8. Hörsturz Therapie - wie wird ein Hörsturz behandelt?

Folgende Behandlungen werden in der Regel angewendet:
Infusionen mit gefäßerweiternder Wirkung, die den Blutfluss verbessern

Tabletten: Vitamin-B-Präparate, ggf. werden auch Cortison bei Hörsturz oder Hörsturz Medikamente auf der Basis von Procain verordnet. Sie wirken entzündungshemmend und blockieren genau die Nervenzellen, die eine Gefäßverengung im Ohr bewirken.


Intratympale Therapie: Direkte Behandlung der betroffenen Stelle mittels einer Glukokortikoid-Spritze. Diese Methode wird insbesondere bei erfolgloser medikamentöser Therapie angewandt. Eine örtliche Betäubung ist notwendig.

Biomentale Therapie nach Geuel: Psychoanalytischer Ansatz, der die Entspannung von Geist und Körper in den Mittelpunkt stellt. Positives Denken und das bewusste "Ausschalten" von Stressfaktoren werden gefördert.

Daneben sind teils aufwendige Spezialtherapien bekannt, deren Heilungserfolge jedoch unter Experten umstritten sind. Stellvertretend sei die hyperbare Sauerstofftherapie genannt, bei der sich in einer Druckkammer verabreichter Sauerstoff positiv auf den Heilungsprozess im Ohr auswirken soll.

Eine Hörsturz Behandlung mit Hausmitteln allein ist nicht empfehlenswert. Es gibt allerdings unterstützende Tees, die je nach Auslöser des Hörsturzes unterschiedlich sein können: beruhigende Sorten bei Stress (z. B. Melisse, Johanniskraut) oder den Blutdruck regulierende Tees (z. B. Misteltee). Gingko-Präparate auf pflanzlicher Basis können die Beschwerden lindern. Eine unterstützende Hörsturz Behandlung mit Homöopathie setzt ebenfalls bei den Ursachen des Hörsturzes an. Auch die begleitende Behandlung bei Hörsturz mit Akkupunktur kann in manchen Fällen zu guten Ergebnissen führen.

Eine gute und zugleich bemerkenswerte Nachricht ist, dass in rund 50 % aller Hörsturzfälle eine selbstständige Spontanheilung (meist innerhalb von 24 Stunden) dokumentiert wurde.

 

9. Verhalten bei Hörsturz

Erhöhte Blutdruckwerte, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht, erhöhter Nikotinkonsum aber auch Diabetes werden für die Entstehung eines Hörsturzes verantwortlich gemacht. Wurde der Hörverlust durch eine Durchblutungsstörung hervorgerufen, sollten die gleichen Maßnahmen befolgt werden, die auch bei der Vorbeugung eines Herzinfarktes empfohlen werden:
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Fleisch und viel Obst und Gemüse
  • Regelmäßige Bewegung
  • Ausreichend Ruhepausen einplanen, Stress vermeiden
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Nikotinverzicht
Außerdem sollte man sich so wenig wie möglich starkem Lärm aussetzen. Bei Situationen in denen sich das nicht vermeiden lässt, wie Konzert- oder Diskothekenbesuche, raten wir dazu einen Gehörschutz zu tragen.

 

10. Wie kann ich einem Hörsturz vorbeugen?

Erhöhte Blutdruckwerte, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Übergewicht, erhöhter Nikotinkonsum aber auch Diabetes werden für die Entstehung eines Hörsturzes verantwortlich gemacht. Wurde der Hörverlust durch eine Durchblutungsstörung hervorgerufen, sollten die gleichen Maßnahmen befolgt werden, die auch bei der Vorbeugung eines Herzinfarktes empfohlen werden:

• Gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Fleisch und viel Obst und Gemüse

• Regelmäßige Bewegung

• Ausreichend Ruhepausen einplanen, Stress vermeiden

• Vermeidung von Übergewicht

• Nikotinverzicht

Außerdem sollte man sich so wenig wie möglich starkem Lärm aussetzen. Bei Situationen in denen sich das nicht vermeiden lässt, wie Konzert- oder Diskothekenbesuche, raten wir dazu einen Gehörschutz zu tragen.

 

11. Hörsturz Auswirkungen - Folgen und Spätfolgen eines Hörsturzes

In der Regel ist ein Hörsturz nicht von Dauer. Er ist auch nicht schmerzhaft: Ohrenschmerzen nach einem Hörsturz sind nicht auf diesen zurückzuführen. Die Ursache dafür muss der HNO-Arzt außerhalb der Hörsturz-Diagnose suchen. Durch Hörsturz ausgelöste Kopfschmerzen sind ebenfalls eher eine Folge des Druckgefühls im Ohr als ein tatsächliches Symptom. In der Regel niemand taub nach einem Hörsturz ist. Selbst wenn der Hörverlust anhält, ist in der überwiegenden Zahl der Fälle nur ein Ohr betroffen.

 

12. Dauerhafter Hörverlust nach einem Hörsturz?

Hörgeräte bieten bei einem dauerhaft verringerten Hörvermögen nach einem Hörsturz den nötigen Ausgleich, um Sprache wieder optimal zu hören und alle Klänge des Lebens zu genießen. Moderne digital programmierbare Hörgeräte gibt es in allen Preisklassen, vom Nulltarif-Gerät bis zum Hörsystem, das sich mit dem Smart Phone vernetzen lässt. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Beratungstermin in einer Amplifon Filiale in Ihrer Nähe - wir beraten Sie gern und bieten Ihnen maßgeschneiderte Hörgerätelösungen an.