Der Weber- und Rinne-Test

Wissenswertes zum Stimmgabeltest

Was sind der Weber- & Rinne-Test?

Der Weber-Versuch und der Rinne-Versuch sind zwei Tests zur klinischen Messung der Hörfähigkeit, mit denen diagnostiziert werden kann, an welcher Art von Schwerhörigkeit ein Patient leidet. Mit diesen Gehör-Tests kann sehr schnell festgestellt werden, ob es sich um einen Fall von Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit handelt. Beide Hörprobleme sollten sofort bei den ersten Anzeichen behandelt werden, um einen dauerhaften Hörverlust zu vermeiden. 

Der Weber-Test bzw. Stimmgabeltest

Der Weber-Versuch ist der erste Test, dem ein Patient mit Hörproblemen unterzogen wird. Zusammen mit dem Rinne-Versuch ermöglicht er die Diagnose einer Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Ablauf des Weber-Versuchs

Der Stimmgabeltest kann auf die folgenden Schritte heruntergebrochen werden: 

  1. Der Prüfer schlägt eine Stimmgabel an und positioniert sie in der Mitte der Stirn des Patienten.
  2. Mit der anderen Hand übt er Gegendruck am Hinterkopf des Patienten aus.
  3. Der Patient wird daraufhin gefragt, ob er den Klang links, rechts oder in der Mitte stärker hört.

Interpretation des Weber-Tests

Die Ergebnisse des Weber-Gehör-Tests können auf die folgende Weise interpretiert werden: Wenn der Patient den Klang im gesunden Ohr stärker wahrnimmt, leidet er an Schallempfindungsschwerhörigkeit. Wenn er den Klang hingegen an dem vom Hörverlust betroffenen Ohr intensiver wahrnimmt, handelt es sich um eine Schallleitungsschwerhörigkeit.

Der Rinne-Test

Der Rinne-Versuch ist ein Test zur klinischen Messung des Hörvermögens und ergänzt den Weber-Test. Er dient in erster Linie dazu, zu untersuchen, ob eine Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit bzw. Schallempfindungsstörung vorliegt.

Ablauf des Rinne-Versuchs

  1. Der Prüfer schlägt eine Stimmgabel an und hält sie dem Patienten – in 2 cm Entfernung vom äußeren Gehörgang – ans Ohr.
  2. Nach 2-3 Sekunden drückt er den Stimmgabelfuß auf den Mastoidknochen und übt mit der anderen Hand einen seitlichen Gegendruck aus.
  3. Der Patient wird dann gefragt, welchen Klang er stärker wahrgenommen hat.

Interpretation des Rinne-Tests

Den Rinne-Gehör-Test können Sie auf die folgende Art und Weise interpretieren: Hört der Patient den Klang bei aufgesetzter Stimmgabel, aber nicht wenn diese vor sein Ohr gehalten wird, liegt das Problem am Außen- oder im Mittelohr (Schallleitungsschwerhörigkeit). Reagiert er hingegen auf keinen der beiden Reize, betrifft das Problem die Rezeptoren oder den Gehörgang (Schallempfindungsschwerhörigkeit).

Weber- & Rinne-Tests: Wann durchführen?

Der Weber- und der Rinne-Versuch werden durchgeführt, wenn jemand Hörprobleme an einem Ohr hat. Es ist wichtig, diese Tests frühzeitig vorzunehmen, um das Problem rechtzeitig anzugehen und abwägen zu können, ob ein Hörgerät erforderlich ist.

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