Die Schilddrüse & unser Gehör

Über Hörverlust, Ohrendruck, Tinnitus & Co.

Können Probleme mit der Schilddrüse unser Gehör verschlechtern?

Die Schilddrüse erzeugt Hormone, die die den  Stoffwechsel des Körpers regeln. Eine Funktionsstörung der Schilddrüse kann bestimmte Körperfunktionen erheblich beeinträchtigen, z. B. das Energieniveau, die Herzfrequenz, das zentrale Nervensystem und auch das Gehör. 

Was genau ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist eine endokrine Drüse, die Hormone zur Regulierung des Stoffwechsels im menschlichen Körper erzeugt. Sie liegt im vorderen Teil des Halses, vor der Luftröhre und besteht aus zwei miteinander verbundenen Schilddrüsenlappen, die ihr ein schmetterlingsförmiges Aussehen verleihen. 

Probleme mit dem Gehör durch die Schilddrüse

Es besteht auch eine Verbindung zwischen der Schilddrüse und Problemen mit dem Gehör. Bestimmte Schilddrüsenerkrankungen stehen auch in Zusammenhang mit einer Hörminderung und in einigen Fällen mit dem Auftreten von Tinnitus. 

Schilddrüse & Hörverlust

Bereits ab der Geburt kann ein Zusammenhang zwischen der Schilddrüse und einem Hörverlust bestehen. Vor allem bei einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn die Schilddrüse nicht genügend Hormone für den Bedarf des Organismus erzeugt, können Schäden am Zentralnervensystem entstehen, die das Hörnervensystem beeinträchtigen und in schweren Fällen auch zu einem Hörverlust auf beiden Ohren führen können. Eine frühe Diagnose ist daher besonders wichtig. Weiterführende Informationen zum Thema Hörverlust finden Sie hier.

Schilddrüse & Ohrendruck

Eine Schilddrüsenentzündung kann das Gefühl erzeugen, dass die Ohren „verstopft“ sind. Vor allem eine subakute Thyreoiditis wird zu Beginn oft mit Halsschmerzen verwechselt, obwohl es sich in Wirklichkeit um einen Halsschmerz auf Höhe der Schilddrüse handelt. Dieser Schmerz kann sich von einer Seite des Halses zur anderen verschieben, bis zum Kiefer und zu den Ohren ausstrahlen und das Gefühl erzeugen, dass die Ohren verstopft sind. 

Nähere Informationen über die Ursachen für die Verstopfung von Ohren erfahren Sie hier.

Schilddrüse & Tinnitus

Auch zwischen Schilddrüse und Tinnitus kann ein Zusammenhang bestehen. Bei einem Tinnitus hört man Ohrgeräusche wie ein Pfeifen oder Brummen, obwohl keine akustischen Reize von außen einwirken. Schilddrüsenerkrankungen wie eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, eine autoimmune oder eine Hashimoto-Thyreoiditis können Tinnitus hervorrufen oder das Risiko für das Auftreten von Tinnitus erhöhen. Mehr Details zum Thema Tinnitus erfahren Sie hier.

Schilddrüse & Ohrenschmerzen

Schilddrüsenprobleme können Ohrenschmerzen hervorrufen und umgekehrt. Bei Menschen mit Schilddrüsenproblemen können Ohrenschmerzen ein Anzeichen für Schilddrüsenkrebs sein. Auch wenn es nicht häufig vorkommt, können auch Schilddrüsenknoten und eine Schilddrüsenunterfunktion Ohrenschmerzen verursachen. Aus diesem Grund sollte man beim Auftreten der oben genannten Symptome alle nötigen Untersuchungen durchführen, um jegliche Erkrankung auszuschließen. Mehr Informationen rund um das Thema Ohrenschmerzen erfahren Sie hier.

Hypothyreose & Menière-Syndrom

Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und Morbus Menière. Die bei schilddrüsenkranken Patienten auftretenden entzündlichen und metabolischen Veränderungen können sich auf die Entzündung des Innenohrs auswirken. Auch Morbus Menière, eine mit Schwindelanfällen und Tinnitus verbundene Krankheit, steht in Verbindung mit den Schilddrüsenhormonen. Mehr Wissenswertes zum diesem Krankheitsbild erfahren Sie hier.

Mehr zu Hashimoto-Thyreoiditis

Bei einer Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die vom Immunsystem verursacht wird. Die jüngsten Studien haben einen Zusammenhang zwischen Symptomen, die durch Veränderungen im Vestibularapparat verursacht werden, wie z. B. Schwindelanfällen, und dem Vorliegen einer Hashimoto-Thyreoiditis festgestellt. 

Häufige Schilddrüsenerkrankungen im Überblick

Eine Funktionsstörung der Schilddrüse kann bestimmte Körperfunktionen wie z. B. das Energieniveau, die Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem ernsthaft beeinträchtigen. Neben den Funktionsstörungen kann die Schilddrüse auch von morphologischen Veränderungen betroffen sein. Folgende Erkrankungen treten am häufigsten in Verbindung mit der Schilddrüse auf: 

Hyperthyreose (Überfunktion)

Bei dieser Erkrankung werden zu viele Schilddrüsenhormone erzeugt. Die häufigsten Symptome sind Abmagerung, Tachykardie, Nervosität, Schlaflosigkeit und übermäßiges Schwitzen.

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

In diesem Fall erzeugt die Schilddrüse nicht genügend Hormone für den Bedarf des Organismus. Müdigkeit, verlangsamte Reflexe, verringerter Appetit und Gewichtszunahme sind die häufigsten Symptome.

Kropf (Struma)

Hierbei handelt es sich um eine am Hals vorstehende Vergrößerung der Schilddrüse, die auf umliegende Organe drücken und das Schlucken oder Atmen erschweren kann. Eine Volumenzunahme des Kropfes kann sowohl bei einer Schilddrüsenüber- als auch -unterfunktion auftreten. Es kann jedoch auch vorkommen, dass ein Kropf die Schilddrüsenfunktion nicht verändert.  

Schilddrüsenknoten

In der Regel sind die Knoten gutartig, beeinträchtigen die Schilddrüsenfunktion nicht und verursachen keine Symptome. Eine diagnostische Abklärung ist jedoch immer empfehlenswert, um Krankheiten ausschließen zu können. 

Schilddrüsenkrebs

Die Tumoren können gut- oder bösartig sein. Abgesehen von seltenen Ausnahmefällen, sind sie jedoch meistens gutartig. 

Thyreoiditis

Eine Thyreoiditis ist eine Schilddrüsenentzündung. Diese kann verschiedene Ursachen haben; die häufigste Form ist die Hashimoto-Thyreoiditis, bei der eine Funktionsstörung des Immunsystems zur Zeugung von Antikörpern gegen die Schilddrüsenzellen führt. 
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