Wissenswertes zu Mumps

Parotitis Epidemica bzw. Ziegenpeter

Über Symptome, Ursachen, Ansteckung, Behandlung & Co.

Informieren Sie sich zu den Anzeichen, den Therapiemöglichkeiten und Vorbeugung der Mumps-Krankheit. Sollten Sie bei sich oder einer nahstehenden Person einen Hörverlust feststellen, können Sie einen kostenlosen Hörtest in einer Amplifon-Filiale in Ihrer Nähe durchführen lassen.

Was genau ist die Mumps-Krankheit?

Mumps, auch als „Ziegenpeter“ bekannt, ist eine durch einen Virus hervorgerufene Infektionskrankheit, die sich über die Luft überträgt. Das Mumpsvirus verursacht eine Entzündung und Schwellung einer oder beider Ohrspeicheldrüsen (Parotitis). Im Folgenden werden die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Mumps erläutert. 

Ist der Mumps-Erreger ansteckend?

Im Allgemeinen ist Mumps ansteckend. Eine an Mumps erkrankte Person kann andere Menschen bis zu sieben Tage vor und bis zu neun Tage nach Beginn der Schwellung der Ohrspeicheldrüsen anstecken. Das Virus wird auch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Wer gegen das Mumpsvirus geimpft wurde oder bereits eine Mumpserkrankung hinter sich hat, ist dauerhaft gegen diese Krankheit immun.

Häufige Mumps-Symptome

An Mumps erkranken vor allem Kinder von 5 bis 10 Jahren. Die Krankheit tritt vor allem gegen Ende des Winters und Anfang des Frühlings auf. Nach einer Inkubationszeit von ungefähr 2-3 Wochen manifestiert sich die Krankheit durch allgemeines Unwohlsein, das sich durch konkretere Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber äußern kann. Für gewöhnlich beginnt nach einigen Tagen eine der Ohrspeicheldrüsen anzuschwellen. Im Laufe von zwei Tagen schwillt auch die andere Drüse an. Die Schwellung nimmt allmählich zu und erreicht am zweiten oder dritten Tag ihre stärkste Ausprägung. Dann klingt sie langsam wieder ab, bis sie nach circa einer Woche ganz verschwindet.

Dauer & Krankheitsverlauf von Mumps

Normalerweise dauert eine Mumpserkrankung bei schneller Behandlung nur wenige Tage. Wenn sie jedoch nicht behandelt wird, kann sich die Entzündung verschlimmern oder erneut auftreten.

Mögliche Komplikationen & Spätfolgen von Mumps

Mumps kann schwere Komplikationen verursachen. Die erkrankte Person kann einen Teil- oder Totalverlust der Hörfähigkeit erleiden. Darüber hinaus kann die Krankheit eine Entzündung der Hirnhaut, der Bauchspeicheldrüse und der Hoden verursachen.

Ursachen von Mumps

Eine Ohrspeicheldrüsenentzündung wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen, die Mumps verursachen. Entzündungen des Gehörgangs hingegen werden normalerweise nur durch Bakterieninfektionen verursacht. Der häufigste virale Krankheitserreger, der eine Ohrspeicheldrüsenentzündung verursacht, ist das Mumpsvirus. In seltenen Fällen kann auch das Cytomegalie-Virus der Auslöser dieser Entzündung sein.

Generell gehören bakterielle Krankheitserreger wie Staphylokokken oder Streptokokken zu den Verursachern einer Ohrspeicheldrüsenentzündung, da diese Keime über die Lymphe und die Blutgefäße leicht zur Ohrspeicheldrüse gelangen können. In einigen Fällen ist jedoch eine Störung der Speichelproduktion oder ein geschwächtes Immunsystem für eine bakterielle Entzündung dieser Drüsen verantwortlich. 

Bei der wiederkehrenden, chronischen Parotitis sind die Ursachen nicht geklärt. Man vermutet jedoch, dass eine Verringerung der Speichelproduktion, eine Allergie oder eine Blockade im Ausführungsgang auslösende Faktoren sein könnten. Eine Blockade könnte zum Beispiel durch einen Speichelstein verursacht werden.

Behandlung von Mumps

Wie bei allen Virenerkrankungen zielt eine Behandlung auch bei Mumps nur darauf ab, die Symptome zu lindern. Es können Antipyretika verabreicht werden, um das Fieber zu senken, oder Schmerzmittel gegeben werden. In der akuten Phase könnte das Kind Probleme beim Essen haben. Es empfiehlt sich, dem Kind flüssige oder halbflüssige Nahrung zu geben, und saure Lebensmittel sowie Südfrüchte zu vermeiden, da diese die Entzündung der Ohrspeicheldrüsen verstärken können. Beim Trinken kann ein Strohhalm helfen, das Schlucken zu erleichtern. 

Vorbeugung durch die Mumps-Impfung

Mumps überträgt sich durch die Luft von einem Menschen zum anderen und tritt wie auch die Masern deutlich häufiger in nicht-industrialisierten Ländern auf. In den westlichen Ländern ist die Krankheit dank der Impfung seltener. Die Mumps-Impfung ist zur Vorbeugung gegen die Krankheit äußerst wichtig. 

Sie erfolgt durch einmalige subkutane Injektion und sollte Kindern im zweiten Lebensjahr (mit einem Alter von ungefähr 15 Monaten) verabreicht werden. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass mit der Impfung eines Kindes, das bereits durch eine vorherige Impfung oder Mumpserkrankung immun ist, keine Risiken verbunden sind. In diesem Fall verstärkt die Impfung lediglich den Schutz. 

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