Hörgeräte und Brille tragen

Häufige Fragen & Lösungen

Wenn Sehen und Hören gleichzeitig unterstützt werden müssen

Viele Menschen tragen gleichzeitig eine Brille und ein Hörgerät. Dabei entstehen häufig Fragen zu Komfort, Sitz, Druckgefühl oder akustischen Störungen. Besonders bei Hinter‑dem‑Ohr‑Hörgeräten kann die Kombination mit Brillenfassungen zu praktischen und anatomischen Herausforderungen führen. Eine fachgerechte Anpassung und das Verständnis audiologischer Zusammenhänge helfen, Beschwerden zu vermeiden und die Alltagstauglichkeit deutlich zu verbessern.

Kann man Hörgeräte und Brille gleichzeitig tragen?

Ja, Hörgeräte und Brille können gleichzeitig getragen werden, ohne medizinische Risiken, wenn beide Hilfsmittel fachgerecht angepasst sind. Audiologische Leitlinien bestätigen, dass weder die Hörleistung noch die Sehkorrektur beeinträchtigt werden, solange die anatomischen Gegebenheiten hinter dem Ohr berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass sich Brillenbügel und Hörgerät nicht gegenseitig verdrängen oder Druck ausüben, da dies langfristig Komfort und Funktion beeinflussen kann.

Warum empfinden manche Nutzer Unbehagen?

Unbehagen entsteht in der Regel nicht durch das Hörgerät selbst, sondern durch mechanische Belastungen im Bereich hinter dem Ohr. Druck, Reibung oder eine ungünstige Positionierung von Brillenbügeln können zu lokalen Druckstellen führen. Besonders empfindlich reagiert die Haut im retroaurikulären Bereich, wenn mehrere Hilfsmittel denselben anatomischen Raum beanspruchen. Eine präzise Anpassung reduziert diese Effekte deutlich.

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Wie trägt man Brille und Hörgerät richtig?

Die korrekte Reihenfolge lautet: zuerst das Hörgerät, danach die Brille.

So wird sichergestellt, dass das Hörgerät stabil sitzt und nicht durch den Brillenbügel verschoben wird. Diese Vorgehensweise reduziert das Risiko von Druckstellen, Positionsverlust und akustischen Störungen und wird audiologisch ausdrücklich empfohlen.

Wie sollte die Brille positioniert sein?

Die Brille sollte locker oberhalb des Ohrs aufliegen, während das Hörgerät direkt dahinter sitzt. Eng anliegende oder stark gebogene Bügel erhöhen das Druckrisiko.

Beeinflusst die Brille die Klangqualität?

Ja, eine Brille kann die Klangqualität beeinflussen, wenn sie Druck auf das Hörgerät ausübt oder dessen Position verändert. Dadurch können Mikrofonöffnungen teilweise verdeckt werden oder sich die Lage des Ohrpassstücks verändern, was Rückkopplungen begünstigt.

Moderne Hörsysteme sind technisch zwar sehr leistungsfähig, setzen jedoch eine stabile und spannungsfreie Positionierung voraus. Eine professionelle Feinjustierung stellt sicher, dass Brille und Hörgerät optimal zusammenarbeiten.

Häufige Probleme beim Tragen von Hörgeräten mit Brille

Druck hinter dem Ohr

Druck hinter dem Ohr entsteht meist durch schwere oder breite Brillenbügel, die zusätzlich auf das Hörgerät drücken. Leichte Materialien wie Titan oder flexible Kunststoffe reduzieren diese Belastung deutlich. Auch eine feine Anpassung der Bügelform kann den Druck spürbar verringern.

Rutschende Brille oder instabiles Hörgerät

Wenn Brille und Hörgerät denselben Platz beanspruchen, verlieren beide Systeme an Stabilität. Dies kann dazu führen, dass die Brille verrutscht oder das Hörgerät seine Position verändert. Eine kleine Korrektur der Bügelkrümmung oder der Hörgeräteposition löst das Problem in vielen Fällen sofort.

Akustisches Feedback

Rückkopplungen entstehen, wenn Brille, Maske oder Bewegung das Hörgerät verschieben. Obwohl moderne Hörsysteme über Feedback‑Management verfügen, setzt dieses eine stabile Position voraus. Mechanische Instabilität bleibt daher eine der häufigsten Ursachen für unerwünschte Pfeifgeräusche.

Welche Brille eignet sich am besten für Hörgeräte?

Nicht jede Brille ist gleich gut für Hörgeräteträger geeignet. Material, Bügelform und Gewicht spielen eine zentrale Rolle für Komfort und Funktion.

Geeignete Fassungsmaterialien

Besonders geeignet sind:

  • Titan
  • Nylon
  • randlose Fassungen

Diese Materialien sind leicht, flexibel und reduzieren Druckpunkte im Bereich hinter dem Ohr. Sie passen sich besser an die individuelle Anatomie an und harmonieren mit Hörgeräten.

Bügelform und -breite

Dünne, gerade Brillenbügel sind besser geeignet als breite oder stark gebogene Modelle. Sie lassen dem Hörgerät mehr Raum und verringern die mechanische Belastung. Breite Bügel erhöhen hingegen das Risiko von Druck und Instabilität.

Lösungen für Menschen mit Hörgeräten und Brille

Klinische Studien zeigen, dass individuell angepasste Hörgeräte den Tragekomfort signifikant erhöhen. Kleine Änderungen an Schlauchlänge, Winkel oder Gehäuseposition wirken oft entscheidend.

Alternative Hörgerätebauformen

Je nach Art und Grad des Hörverlusts können auch:

  • Im‑Ohr‑Hörgeräte
  • Ex‑Hörer‑Systeme

eine sinnvolle Alternative darstellen. Sie beanspruchen weniger Platz hinter dem Ohr und reduzieren Konflikte mit Brillenbügeln, sind jedoch nicht für jede Hörsituation geeignet.

Brille mit integrierter Hörtechnologie

Hörbrillen kombinieren Brille und Hörtechnik in einem System und kommen vor allem bei leichtem bis mittlerem Hörverlust zum Einsatz. Aufgrund eingeschränkter Individualisierbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten stellen sie jedoch keine vollwertige Alternative zu individuell angepassten Hörgeräten dar. Aus audiologischer Sicht ersetzen Hörbrillen keine professionelle Hörgeräteversorgung, insbesondere bei komplexeren Höranforderungen.

Wer wir sind

Die Erfahrung aus unseren 11.000 Fachgeschäften in 29 Ländern helfen uns, immer bessere Angebote für Menschen zu entwickeln, die gut hören möchten. Unsere bestens ausgebildeten Hörgeräteakustiker bieten Ihnen einen durchdachten und umfassenden Service. Wir möchten, dass Sie mit uns die individuell beste Lösung für Ihr gutes Hören finden.

Werden Hörgeräte und Brille gemeinsam erstattet?

Ob Hörgeräte und Brille gemeinsam erstattet werden, hängt von der jeweiligen Zusatzversicherung ab. Einige Tarife bündeln Leistungen für Seh‑ und Hörhilfen, andere behandeln diese getrennt. Eine individuelle Prüfung des Versicherungsschutzes ist daher sinnvoll.

Wann ist eine professionelle Bewertung notwendig?

Eine professionelle audiologische und optische Bewertung ist notwendig, wenn trotz Anpassung weiterhin Druck, Schmerzen oder Feedback auftreten. Auch Veränderungen wie Gewichtsverlust, eine neue Brille oder ein Hörgeräte‑Upgrade können eine Neuanpassung erforderlich machen, um Komfort und Funktion langfristig zu sichern.

Hörgeräte-Beratung

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Abbildung eines Hörgeräteakustikers

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