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Trommelfellschnitt (Parazentese)

Wann ist ein Trommelfellschnitt (Parazentese) notwendig und wie verläuft die Operation? Mehr Infos über Heilungsdauer, Schmerzen.

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Wann ist ein Trommelfellschnitt notwendig?

Wenn die Belüftung der Paukenhöhle eingeschränkt ist und sich Flüssigkeit ansammelt, dann kann ein Trommelfellschnitt, auch Parazentese genannt, nötig sein. Ein kleiner Schnitt in das Trommelfell sorgt dafür, dass die Belüftung wiederhergestellt ist und dadurch wird das Mittelohr wieder entlastet.

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    Eine Parazentese ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der in Erwägung gezogen werden kann, wenn der Patient Belüftungsstörungen des Mittelohres bzw. einen Paukenerguss hat. Bei einer Parazentese öffnet der Chirurg durch einen kleinen Schnitt in das Trommelfell und stellt so die Belüftung des Mittelohres wieder her. Die angesammelte Flüssigkeit kann so aus der Paukenhöhle vorsichtig abgesaugt werden. In manchen Fällen wird bei dem Eingriff ein Paukenröhrchen in das Trommelfell eingesetzt, wenn das Sekret zum Beispiel sehr zähflüssig ist und nur schwer abfließt, oder wenn es bereits zu einer Einziehung im Bereich des Trommelfells gekommen ist. Oft wird die Rachenmandel bei diesem Eingriff mit entfernt.

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    Eine Parazentese wird infolge der aufgeführten Beschwerden/Erkrankungen in Betracht gezogen:
    • Paukenerguss: Ein Paukenerguss, der über mehr als zwölf Wochen besteht.
    • Akute Mittelohrentzündung: Dabei bildet sich ein entzündliches Sekret in der Paukenhöhle, das in einigen Fällen die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) verlegt und einen Paukenerguss verursachen kann. Das kann wiederum zu einer Tubenbelüftungsstörung führen. Verbessert sich der Paukenerguss durch abschwellende Nasentropfen, anderen schleimlösenden Medikamenten oder Antibiotika nicht, wird eine Parazentese durchgeführt.
    • Vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide): Eine Wucherung der Rachenmandel kann die Mündung der Eustachische Röhre verlegen. Die Paukenhöhle würde so nicht mehr belüftet werden und es bildet sich ein Unterdruck. So sammelt sich Flüssigkeit an und ein Paukenerguss ist die Folge.
    • Labyrinthitis: Eine eitrige Innenohrentzündung kann die Folge einer Mittelohrentzündung sein. Dabei leidet der Betroffene an Druck auf den Ohren, Fieber, starkem Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, als auch an Hörverlust. Auch ein Paukenerguss ist häufig vorhanden und dieser kann mit einer Parazentese entlastet werden.
    • Morbus Menière: Bei dieser Erkrankung leiden Betroffene an Schwindel, Hörverlust und  Tinnitus. Es besteht außerdem ein erhöhter Druck im Innenohr und auch die Druckregulierung im Mittelohr ist deutlich beeinträchtigt.  Ein Schnitt in das Trommelfell kann zusätzlich zu anderen Therapien helfen, die Beschwerden zu lindern.
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    Ohrenkrankheiten

    Was verbirgt sich hinter Ohrensausen, Hörsturz und Tinnitus? Ohrenkrankheiten haben die unterschiedlichsten Symptome wie zum Beispiel Ohrenschmerzen oder Schwellungen. Während sie meist vorübergehen, können manche auch dauerhaft bleiben. Daher ist es wichtig die Beschwerden zu behandeln und einer möglichen Ohrenkrankheit vorzubeugen.

    Ablauf der Parazentese

    Bei Kindern wird eine Parazentese unter einer Vollnarkose durchgeführt, bei Erwachsenen kann sie jedoch allein mit einer örtlichen Betäubung gesetzt werden. Die Parazentese dauert nur einige Minuten. Der behandelnde Arzt führt das Skalpell oder den Elektrokauter durch den äußeren Gehörgang zum Trommelfell und setzt unter mikroskopischer Sicht einen 1-3 mm langen Schnitt in das Trommelfell. Nun wird das Sekret mit einem speziellen Sauger abgesaugt. Anschließend verheilt der Schnitt nach ca. zwei Wochen von allein.

     

    Paukenröhrchen: Wenn das Sekret sehr zäh ist und sich nicht absaugen lässt oder wenn der Paukenerguss immer wiederkehrt, wird ein sogenanntes Paukenröhrchen in das Trommelfell eingesetzt. Dadurch bleibt der Schnitt im Trommelfell über einen längeren Zeitraum geöffnet und das Sekret kann vollständig abfließen. Dadurch ist die Belüftung vom Mittelohr wieder gegeben.

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