Gehörschutz ist ein unverzichtbarer Begleiter in lauten Umgebungen – ob bei der Arbeit, auf Konzerten oder beim Heimwerken. Doch selbst der beste Gehörschutz kann seine volle Schutzwirkung nur entfalten, wenn er richtig getragen wird. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie verschiedene Arten von Gehörschutz korrekt einsetzen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Ein falsch eingesetzter Gehörschutz bietet nur einen Bruchteil seiner eigentlichen Schutzwirkung. Studien zeigen, dass bereits kurze Unterbrechungen beim Tragen die Wirksamkeit drastisch reduzieren können. Wer seinen Gehörschutz während eines achtstündigen Arbeitstages nur vier Stunden trägt, erreicht möglicherweise nur noch einen Bruchteil der angegebenen Dämmwirkung.
Die Folgen unzureichenden Gehörschutzes können gravierend sein: Dauerhafter Hörverlust, Tinnitus und eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität sind nur einige der möglichen Konsequenzen. Dabei lassen sich diese Risiken durch korrektes Tragen einfach vermeiden.
Zur Tragedauer von Gehörschutz gibt es keine festgelegte Höchstgrenze. Gehörschutz sollte während der gesamten Zeit getragen werden, in der man Lärm ausgesetzt ist. Selbst kurze Unterbrechungen können die Schutzwirkung erheblich reduzieren. Bereits das Herausnehmen für kurze Zeiträume während einer achtstündigen Arbeitsschicht kann dazu führen, dass nur noch ein Bruchteil der angegebenen Dämmwirkung erreicht wird.
In lärmbelasteten Arbeitsumgebungen bedeutet das oft, dass Gehörschutz 8 Stunden oder länger am Stück getragen wird. Gehörschutzstöpsel werden bei mehrstündigem Tragen im Allgemeinen angenehmer empfunden als Kapselgehörschützer. Für die Eingewöhnung wird empfohlen, mit kurzen Tragezeiten zu beginnen und diese täglich bei Arbeitsbeginn im Lärmbereich zu starten.
Ein einfacher Test zeigt Ihnen, ob Ihr Gehörschutz richtig sitzt:
Bei Gehörschutzstöpseln: Ihre eigene Stimme sollte tiefer, hohler oder gedämpfter klingen als ohne Stöpsel. Wenn Sie keine Veränderung hören oder der Klang in beiden Ohren unterschiedlich ist, sitzt der Gehörschutz nicht korrekt.
Bei Kapselgehörschutz: Halten Sie sich in einer lauten Umgebung mit beiden Händen zusätzlich die Ohren zu. Ist kein deutlicher Unterschied in der Lautstärke zu erkennen, sitzt der Gehörschutz richtig.
Gewöhnungszeit einplanen: Wie bei Hörgeräten benötigt auch Gehörschutz eine Eingewöhnungszeit von etwa zwei bis drei Wochen.
Richtige Größe wählen: Gehörschutzstöpsel gibt es in verschiedenen Größen. Bei empfindlichen Ohren sollten Sie kleinere Größen oder besonders weiche Materialien bevorzugen.
Bei Problemen variieren: Wenn ein Gehörschutz unbequem ist oder zu Hautreizungen führt, probieren Sie andere Arten oder Materialien aus.
Belüftung nutzen: Mehrweg-Stöpsel mit Belüftungsfiltern verhindern Feuchtigkeitsbildung und erhöhen den Tragekomfort.
Für Brillenträger: Achten Sie darauf, dass die Brillenbügel die Abdichtung nicht beeinträchtigen. Spezielle Modelle bieten zusätzliche Polsterung für mehr Komfort.