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Lautstärkeverlust

Bei einem Lautstärkeverlust, auch Schallleitungsschwerhörigkeit genannt, werden Geräusche und/oder Gespräche als zu leise empfunden. Verantwortlich dafür ist eine eingeschränkte, fehlerhafte oder stark abgeschwächte Übertragung des Schalls. Entstehen kann eine solche Situation bei einer Blockade des Aussen- oder Mittelohres, zum Beispiel bei der Ansammlung von überschüssigem Ohrenschmalz oder Flüssigkeit aus einer Infektion des Ohres. Mögliche Gründe für einen Lautstärkenverlust sind auch ein Riss oder eine Perforation des Trommelfells sowie Deformationen der Ohrmuschel, des Gehörgangs oder des Mittelohrs. Auch eine Otosklerose (Verkalkung bzw. Verknöcherung der Gehörknöchelchenkette) kann eine schwerwiegende Schallleitungsstörung hervorrufen. Dabei handelt es sich um eine Verkalkung und Verknöcherung der Gehörknöchelchen, die sich dadurch nicht mehr frei bewegen können.

Bei rund 15 Prozent aller Hörminderungen handelt es sich um einen Lautstärkeverlust. Ebenfalls möglich sind ein zeitgleiches Auftreten von Lautstärkeverlust und Verstehverlust – hier wird von einer kombinierten Schwerhörigkeit gesprochen.