Hörbotschafterin: Anne, die Ruhe in ihrer Klasse. - Amplifon

Anne und die Ruhe in ihrer Klasse.

Ich bin sogar mal mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug gesprungen. Das hat mich damals Einiges an Überwindung gekostet – der Gang zu einem Hörgeräteakustiker komischerweise kaum.
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Tnnitus: Moderne Behandlungsmöglichkeiten | Blog - News | Amplifon

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Tinnitustherapie – Moderne Behandlungsmöglichkeiten helfen dauerhaft

Es pfeift, piept, zischt oder rauscht und lässt einem keine Ruhe mehr. Etwa 5 Millionen Menschen leiden alleine in Deutschland unter chronischem Tinnitus. Heute gibt es effektive Behandlungsmöglichkeiten.

Tinnitustherapie – Moderne Behandlungsmöglichkeiten helfen dauerhaft

Es pfeift, piept, zischt oder rauscht und lässt einem keine Ruhe mehr. Etwa 5 Millionen Menschen leiden alleine in Deutschland unter chronischem Tinnitus. Einziger Kommentar der Ärzte bleibt auch heute häufig noch: „Da kann man sowieso nichts machen. Am besten, Sie gewöhnen sich daran.“ Dabei gibt es heute viele effektive Behandlungsmöglichkeiten.
Wie bei vielen chronischen Erkrankungen ist die ausführliche Aufklärung der Betroffenen über ihre Erkrankung und die Möglichkeiten der Behandlung der erste Schritt. Hierdurch verlieren Patienten unbegründete Ängste und lernen, den Tinnitus zu beherrschen, statt sich von ihm beherrschen zu lassen. Eine ausführliche Patientenaufklärung bietet z. B. der Patientenvortrag "Tinnitus - Na und?!", den Sie auf DVD auch im Zubehör-Sortiment von Amplifon finden.
 
Das Hauptproblem bei chronischen Tinnitus ist, dass die Hörverarbeitung den Tinnitus immer weiter verstärkt, statt ihn zu unterdrücken. Zugrunde liegt dem ein Teufelskreis aus Tinnitus und Stress: Tinnitus erzeugt Stressund der Stress verstärkt den Tinnitus. Das kann im weiteren Verlauf auch zu psychischen Problemen und zu Hörverarbeitungsstörungen wie einer generellen Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) führen.
 
Da sich ein chronischer Tinnitus in der Regel nicht mehr ursächlich behandeln lässt und auch Medikamente keine Besserung bringen, ist eine individuelle Kombination verschiedener Behandlungsmaßnahmen erforderlich, um den Tinnitus so weit zu unterdrücken, dass er nicht mehr hörbar ist oder zumindest nicht mehr stört. Dabei lassen sich vier große Maßnahmengruppen unterscheiden:
 

Akustische Therapieverfahren der Tinnitustherapie

Ob ein Tinnitus stört oder nicht, entscheidet sich nicht im Ohr, sondern im Kopf. Die Hörverarbeitung hat die Aufgabe, wichtige Geräusche zu verstärken und unwichtige zu unterdrücken. Da der Tinnitus von dieser als wichtig eingeschätzt wird, wird er folgerichtig erst einmal immer weiter verstärkt.
 
Um ihn dauerhaft zu unterdrücken, muss der Tinnitus mit anderen, möglichst neutralen Geräuschen gemischt werden. Bei einer relevanten Hörminderung reicht dazu manchmal schon ein Hörgerät, das die natürlichen Umgebungsgeräusche verstärkt. Auch die Anpassung eines sogenannten „Noisers“, der ein neutrales, weißes Rauschen produziert, hilft der Hörverarbeitung, den lästigen Tinnitus auszuschalten und bringt von Anfang an eine Linderung der Beschwerden.
 
Mit neuen akustischen Tinnitustherapien wie z. B. der „Notched Noise Therapie“ lässt sich darüber hinaus ein tonaler Tinnitus, der seine Frequenz nicht oder nur wenig ändert, frequenzspezifisch unterdrücken. Ruhe entsteht also für einen Tinnituspatienten paradoxerweise durch Geräusche.
 
  • Vegetative Entspannung
Tinnitus erzeugt Stress und Stress kann zu so vielfältigen Symptomen wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und muskulären Verspannungen führen, über die viele Tinnituspatienten klagen.
 
Auch die Hörverarbeitung wird negativ beeinflusst und der Tinnitus dadurch weiter verstärkt, häufig kommt es auch zu einer allgemeinen Geräuschüberempfindlichkeit. Unser Stresssystem, das vegetative Nervensystem, ist daher so etwas wie der Lautstärkeregler für den Tinnitus. Entspannungsmaßnahmen und ein verbessertes Stressmanagement können den Stress reduzieren. Regelmäßige Bewegung hilft, ihn wieder abzubauen. Auch pflanzliche Arzneimittel sind hier häufig hilfreich.
 
  • Muskuläre Entspannung
Innere Anspannung verursacht äußere Verspannung. Und Verspannungen, vor allem im Bereich der Kiefergelenks- und Nackenmuskulatur verursachen oder verstärken den Tinnitus. Aktive Entspannung, ausreichend Bewegung zum Spannungsabbau und gegebenenfalls eine krankengymnastische Behandlung sind daher unter Umständen genauso wichtig wie kieferorthopädische Maßnahmen oder eine Akupunkturbehandlung.
 
  • Psychologische Behandlung

Bei dauerhaftem Stress gerät man irgendwann auch psychisch aus dem Gleichgewicht. Lösungsorientierte psychologische Verfahren wie kognitive Verhaltenstherapien sind hier gut geeignet, eine Eskalation zu verhindern und die innere Ruhe wiederzufinden. In Einzelfällen können auch Psychotherapien oder medikamentöse Behandlungen notwendig sein.
 
Auch ein chronischer Tinnitus lässt sich also erfolgreich behandeln und es kann somit wieder für mehr Ruhe und eine bessere Lebensqualität gesorgt werden.

 

 

Der Autor: Dr. Uso Walter

Dr. Uso Walter ist Tinnitus-Experte und berät die Amplifon Deutschland GmbH.

 Hörexperte Dr. Uso Walter - Amplifon

12 August 2016
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