Lautstärken und Schall in dezibel Werten

Wann ist laut wirklich laut?

Unser Ohr nimmt täglich die unterschiedlichsten Geräusche wahr und verarbeitet die darin enthaltenen Informationen. Abhängig von der Lautstärke ist auch unsere Reaktion darauf verschieden – was für den einen moderaten Klang bedeutet, ist für den anderen schon Lärm.

Wenn ein Geräusch erklingt, entstehen Schwingungen, die sich in der Luft als Schallwellen ausbreiten und von unserem Ohr wahrgenommen werden. Die Lautstärke der Schallwellen ist messbar. Der sogenannte Schalldruck wird in der Einheit Dezibel (dB) angegeben. Mit steigenden Dezibel ist der Schalldruck höher. Die Belastung eines Schallpegels für das Ohr wird in der Einheit dB(A) gemessen. Die Tonhöhe wiederum bemisst sich in Frequenzen: Je höher die Frequenz, desto höher der Ton. Beides gemeinsam – Schalldruck und Frequenzen – bildet die Grundlage für das subjektive Empfinden von Lautstärke.

Schon bei einer geringen Lautstärke kann ein Geräusch bewusst oder unbewusst stören, unser Körper reagiert darauf. Je stärker ein Geräusch, desto extremer die Lautstärke, die irgendwann als unangenehm wahrgenommen wird. Ist die Lautstärke extrem, dann kann das sogar gefährlich für unsere Gesundheit sein. Erfahrungsgemäß ist Lärm eine der Hauptursachen für das Entstehen von Hörschäden. Immer häufiger leiden auch jüngere Menschen unter einer Hörminderung, aufgrund zunehmender Belastung durch laute Musik, zum Beispiel über mp3-Player oder Smartphones.

 

Was wie laut ist – und wie wir darauf reagieren.

Bei über 120 dB(A) werden die extremen Schallwellen häufig als Schmerz empfunden. Durch langanhaltenden Lärm, wie zum Beispiel sehr laute Musik, Maschinenlärm oder ein Knallen, kommt es zu einer permanenten Hörschwellenverschiebung, bei der die Haarzellen in der Hörschnecke beschädigt werden. Ist das Gehör diesen Lautstärken häufig ausgesetzt, kann dies zu einem Hörverlust führen.

Bereits ab 85 dB(A) kommt es zu Schädigungen im Ohr, wenn das Gehör dauerhaft Pegeln dieser Stärke ausgesetzt ist. Eine kurze Geräuscheinwirkung, beispielsweise durch kurzes Hören lauter Musik oder durch Knallkörper, führt zur temporären Hörschwellenverschiebung. Nach einiger Zeit ohne Geräuscheinwirkung erholt sich das Ohr jedoch wieder.
Ab 80 Dezibel müssen Arbeitgeber laut EG-Richtlinie einen Gehörschutz zur Verfügung stellen.

In ruhiger Umgebung kommt die Sprache meist auf eine Lautstärke von 65 dB(A), hierbei spricht man von ungefährlichen Lärm. Herrscht hingegen eine permanente Belastung von über 65 dB(A) am Tag, stellt dies durchaus ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar, welches sich durch verschiedene Reaktionen des Körpers äußern kann. So wurden u.a. Veränderungen des Hormonhaushaltes, schlechter Schlaf oder Stresssymptome nachgewiesen. Auf längere Zeit erhöht sich das Risiko für Bluthochdruck und daraus resultierende Folgeerkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Schon ab einem Pegel von 25 dB(A) können Geräusche zu Konzentrations- oder Schlafstörungen führen. Häufig spielt hier die subjektive Wahrnehmung des Menschen eine Rolle, entscheidend ist außerdem das Geräusch. Eine tickende Uhr empfinden einige als störend, aber das Rauschen des Windes wird häufig als idyllisch beschrieben.

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Wie schütze ich mein Gehör

Vom Laubsauger bis zum Rasenmäher, vom Presslufthammer bis zum startenden Jet: unser Gehör ist nonstop im Einsatz. Die Belastung unserer Ohren nimmt stetig zu, besonders lauter und langanhaltender Lärm kommt immer häufiger vor und kann zu Hörschäden führen.
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