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Ein gutes Gehör trainiert das Gehirn

 

Amplifon bringt jährlich eine wissenschaftliche Publikation heraus. 2013 wurde diese dem Thema "Ein gutes Gehör trainiert das Gehirn" gewidmet.

 

 

1. Soziales Szenario und Epidemiologie
2. Die Korrelation zwischen Hörverlust und kognitivem Abbau
3. Hörverlust, kognition und Hörsysteme
4. Lokalisation der Hörstörung im Alter
5. Schlussfolgerung

 

   

Zusammenfassung

Auch wenn ein Hörverlust während des gesamten Lebens auftreten kann, ist er in einem höheren Alter sehr viel wahrscheinlicher. Über 40 % der Menschen im Alter zwischen 60 und 69 Jahren erleiden einen beträchtlichen Verlust ihres Hörvermögens. Diese Zahl steigt auf fast 90 % bei Menschen über 80 Jahre. Mit dem fortschreitenden Wachstum der Weltbevölkerung aufgrund der besseren medizinischen Versorgung und Ernährung ist zu erwarten, dass der Anteil der über 60-Jährigen beträchtlich steigen wird. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zum Jahr 2050 1,95 Milliarden Menschen weltweit über 60 Jahre alt sein werden. Damit stellen sie einen Anteil von 21 % der Gesamtbevölkerung dar. Dieses Wachstum in der älteren Bevölkerung sorgt ebenfalls für einen Anstieg der demenzkranken Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass es derzeit weltweit 36 Millionen Demenzkranke gibt, erwartet jedoch, dass sich diese Zahl bis 2050 verdreifachen wird.

Zahlreiche Studien wurden veröffentlicht, die zeigen, dass bei Menschen mit Hörverlust eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, eine Demenz zu entwickeln. In einer umfassenden Studie wurde festgestellt, dass Menschen mit leichtem, mittelschwerem und schwerem Hörverlust ein 2-, 3- und 5-fach erhöhtes Demenzrisiko im Vergleich zu Menschen mit normalem Hörvermögen aufzeigen. Auch wenn der genaue Zusammenhang zwischen den beiden Störungen nicht bekannt ist, wird vermutet, dass die stärkere psychische Arbeitsbelastung und die stärkere gesellschaftliche Isolierung in Verbindung mit einem Hörverlust maßgeblich zu den erhöhten Zahlen der Demenzerkrankungen beitragen.

Dieser Bericht wertet die Daten aus, die zurzeit zur Verfügung stehen und die den möglichen Nutzen von Hörsystemen bei der Erhaltung oder gar Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten bewerten. Die bisher vorliegenden Daten sind begrenzt und nicht eindeutig, lassen aber auf einen positiven Nutzen von Hörsystemen schließen. Wenn in einer klinischen Studie nachgewiesen werden kann, dass Hörsysteme das Einsetzen der Demenz verzögern, wäre der Nutzen unermesslich.

 

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