Ursachen Schwerhörigkeit

Ursachen für eine Schwerhörigkeit

Wie eine Hörminderung entsteht

Schwerhörigkeit und Hörminderungen können viele verschiedene Ursachen haben. Nicht nur Lärm und das Alter gehören dazu, sondern auch eine Vererbung, eine Erkrankung des Gehörapparates, Infektionen, Medikamente, durch einen Unfall, Alkohol und Rauchen. Ein Hörverlust kann angeboren sein oder erst im Alter entstehen, er kann plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln. 

 
In der Medizin werden drei Formen der Schwerhörigkeit unteschieden. Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit werden Schallwellen gar nicht oder nur in geringem Ausmass in das Innenohr transportiert. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit ist eine Veränderung im Innenohr oder bei den Hörnerven, bei welcher empfangene Signale mitunter nicht richtig an das Gehirn übermittelt werden. Bei der Schallwahrnehmungsschwerhörigkeit werden derweil zwar Signale übermittelt, aber durch das Gehirn nicht richtig verarbeitet. Erfreulich dabei: Die meisten Formen von Schwerhörigkeit und Hörverlust lassen sich zumindest teilweise ausgleichen.

Lärm

Eine der häufigsten Gründe für Schwerhörigkeit ist Lärm. Sowohl eine Dauerbelastung als auch eine kurzzeitige Extrembelastung des Gehörs können zu einem Hörverlust führen. Auch kann sich Lärm auf weitere Organe auswirken. Zu möglichen Folgen zählen Bluthochdruck, Herz-, Magen- und Darmprobleme sowie Muskelverspannungen.
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Alter

Im Alter nimmt das Hörvermögen ganz automatisch ab. Dies hängt mit den Haarsinneszellen im Innenohr zusammen, die mit der Zeit brechen können. Durch übermässige Belastung des Gehörs, etwa durch starken Lärm, wird dieser Prozess der Schädigung der Sinneszellen beschleunigt.
ALTERSBEDINGTE SCHWERHÖRIGKEIT

Vererbung

Viele Hörminderungen sind erblich bedingt. Gab es in der Familie bereits Fälle von Schwerhörigkeit, ist die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung hoch. Diese Art der Hörminderung ist daher oftmals der Grund für Schwerhörigkeit bei Kindern.
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Infektionen

Ohrentzündungen können zu Hörschäden und Hörminderungen führen. Aber auch bakterielle Infektionen und Viruserkrankungen wie Scharlach, Masern oder Meningitis können sich negativ auswirken.
HÖRVERLUST DURCH INFEKTIONEN

Cerumen (Ohrenschmalz)

Viele Hörminderungen sind auf einen durch Cerumen verstopften Gehörgang zurückzuführen. In diesem Fall ist eine gründliche Reinigung und Ausspülung des Gehörgangs – fachmännisch durchgeführt durch den Ohrenarzt – zumeist ausreichend, um wieder besser zu hören. Auch eine Unterproduktion von Cerumen kann Krankheiten auslösen oder Entzündungen begünstigen. Zudem steht Ohrenschmalz häufig in Zusammenhang mit Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen und ist diesbezüglich ein wichtiger Hinweisgeber.

Medikamente, Alkohol & Rauchen

Nicht nur Lärm und Infektionen sind Risikofaktoren für das Hörvermögen. Auch einige Medikamente sowie übermässiger Alkoholkonsum und Rauchen können das Gehör nachweislich beeinträchtigen und sich negativ auf den Hörsinn auswirken.
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Erkrankungen

Gewisse Erkrankungen können unmittelbar oder indirekt eine Hörminderung auslösen oder begünstigen, zum Beispiel Scharlach, Masern oder Meningitis. Neben viralen und bakteriellen Erkrankungen ist auch eine Otosklerose eine mögliche Ursache. Bei dieser Erkrankung ist die Bewegung der Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) beeinträchtigt. Die von ihnen ausgehenden Vibrationen kommen nur gedämpft und leise am Innenohr an.
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Wasser

Nasse Ohren sind empfindlich, denn ihre Immunabwehr ist eingeschränkt. Durch das Eindringen von Flüssigkeit können Bakterien und Keime in den Gehörgang gelangen. Wenn sich nach dem Baden, Schwimmen oder Tauchen Wasser im Ohr sammelt, ist dies unangenehm. Unter Umständen kann es aber auch gefährlich sein. Denn Wasser, Chlor und Salz können den Schutzfilm im Ohr zerstören und machen es dadurch anfällig für Krankheitserreger. In der Folge kann sich der Gehörgang entzünden, was nicht nur sehr schmerzhaft ist, sondern ohne Behandlung zur chronischen Entzündung werden und sogar den Knochen angreifen kann.
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Luftdruckveränderungen

Die Ohren und vor allem das Trommelfell reagieren empfindlich auf Luftdruckveränderungen. Beim Tauchen oder auf Reisen, etwa im Flugzeug oder in Schnellzügen, kann es zu plötzlichen Änderungen des Luftdrucks kommen, zum Beispiel bei der Landung, bei Druckabfall oder der Durchfahrt von Tunneln. Ein Gehörschutz kann diese Druckänderungen dämpfen und so das Trommelfell vor Verletzungen schützen.
MEHR ÜBER DRUCK UND GEHÖRSCHUTZ