Hörgeräte Beratung

Häufige Erkrankungen des Gehörs

Erkrankungen des Gehörs

Das Gehör ist eines unserer wichtigsten Sinnesorgane und sorgt nicht nur dafür, dass wir Töne und Geräusche hören und verarbeiten können. Das Hören ist ein entscheidendes Element in der Kommunikation und im zwischenmenschlichen Umgang, und auch unser Gleichgewichtssinn wird über das Gehör gesteuert. Arbeitet dieses komplexe Organ plötzlich nicht mehr richtig, hat das unmittelbare Auswirkungen auf unser Wohlempfinden. Bleiben Beschwerden unbeachtet, können ein Hörverlust oder andere chronische Erkrankungen die Folgen sein.

Ohrenkrankheiten

Nicht immer müssen Probleme mit dem Gehör ein erstes Anzeichen für einen beginnenden dauerhaften Hörverlust sein. Hinter Ohrensausen, einem Pfeifen, Klopfen, Summen oder gar Schmerzen im Ohr verbergen sich oft deutlich harmlosere Erkrankungen, etwa eine Mittelohrentzündung, Durchblutungsstörung oder eine Gehörgangsentzündung. Diese Ohrenkrankheiten sind zwar unangenehm, lassen sich aber gut behandeln und heilen. Andere Erkrankungen wiederum können schwerwiegendere Folgen haben. In jedem Fall gilt: Treten Schmerzen oder Probleme mit dem Gehör auf, sollte immer zügig ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen zu klären und die richtige Behandlung einzuleiten.

Die häufigsten Erkrankungen des Gehörs

Tinnitus

Es pfeift, piept und brummt im Ohr: Ohrengeräusche dieser Art tauchen oft plötzlich auf und können den Alltag beeinträchtigen. Ein Tinnitus ist zwar nicht gefährlich, das Ohrensausen kann für Betroffene aber eine grosse Belastung sein.
Tinnitus Ursachen

Hörverlust & Diabetes

Diabetiker erleiden doppelt so häufig einen Hörverlust wie Menschen, die nicht von der Zuckerkrankheit betroffen sind. Dies liegt daran, dass Diabetes die Cochlea beeinträchtigt, den spiralförmigen Bestandteil des Innenohrs, auch Hörschnecke genannt.
Zusammenhang Hörverlust & Diabetes

Hörsturz

Ein Hörsturz tritt meist ganz plötzlich und ohne erkennbaren Grund auf. Plötzlich können Betroffene auf einem oder – seltener – beiden Ohren nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr hören.
Hörsturz-Symptome

Mittelohrentzündung

Eine akute Mittelohrentzündung geht meistens mit starken, häufig als pulsierend empfundenen Schmerzen in den Ohren einher. Zugleich können Fieber, Schwindelgefühle, Druckgefühle im Ohr und eine Verminderung des Hörvermögens auftreten. Auslöser einer Mittelohrentzündung ist in der Regel eine Virusinfektion der oberen Atemwege, die über den Nasenrachenraum auf das Mittelohr übergriffen hat. Bei der Behandlung der Mittelohrentzündung kommen entzündungshemmende und abschwellende Medikamente sowie Antibiotika zum Einsatz.

Mastoiditis

Falls eine Mittelohrentzündung nicht abklingt, könnte eine Mastoiditis der Grund sein. Dabei ist ein Teil des Schläfenbeins hinter dem Ohr mit Keimen infiziert und sondert Eiter ab. Zu den typischen Anzeichen einer Mastoidits zählt das Anschwellen des Bereichs hinter der Ohrmuschel, wodurch das Ohr mitunter stark absteht. Auch Sekretabsonderungen oder erhöhte Druckempfindlichkeit können auftreten. Bei rechtzeitiger Therapie heilt eine Mastoiditis in der Regel ohne Folgen ab. Häufig ist neben der Gabe von Antibiotika eine Operation notwendig, bei welcher die entzündeten Abschnitte entfernt und der Eiter abgelassen wird.

Gehörgangsentzündung

Bei einer Gehörgangsentzündung (Otitis externa) ist die Haut des äusseren Gehörgangs entzündet. Zu den häufigsten Ursachen zählen kleine Verletzungen der Haut des Gehörgangs, etwa als Folge einer unsachgemässen Ohrreinigung. Dadurch gelangen Bakterien in die Gehörgangshaut und verursachen eine Entzündung . Die Erkrankung ist in der Regel sehr schmerzhaft und kann sich manchmal über längere Zeit erstrecken. Meistens verläuft sie aber ohne Komplikationen und heilt bei fachgerechter ärztlicher Behandlung folgenlos aus.

Morbus Menière

Als Morbus Menière bezeichnet man eine Erkrankung des Innenohrs, die in der Regel mit Schwindelattacken, Hörminderung und Tinnitus einhergeht. Betroffene leiden dabei an unvorsehbaren und mitunter sehr starken Anfällen, die zwischen zwei und 24 Stunden dauern können. Die Ursachen der Krankheit sind nicht genau geklärt. Häufig kommt es zu erhöhter Flüssigkeitsansammlung im Innenohr, in jenem Teil des Ohres, der für Gleichgewichtssinn und Hören zuständig ist. Die Symptome der Erkrankung werden entweder medikamentös oder – bei fehlender Wirkung – durch eine Operation behandelt.

Paukenerguss

Ein Paukenerguss tritt meistens als Begleiterscheinung einer Erkältung auf und betrifft häufig Kinder,unter acht Jahren. Die Erkrankung ist zwar in der Regel nicht allzu schmerzhaft, kann aber das Hörvermögen beeinträchtigen, weshalb eine sorgfältige Abklärung durch den Facharzt wichtig ist. Meistens verschwindet der Paukenerguss nach einigen Tagen von selbst. Wird eine Behandlung notwendig, kann sie je nach Situation mit abschwellenden Nasentropfen, Paukenröhrchen, Inhalation, Nasenspülungen, Antibiotika oder Medikamenten zur Sekretverflüssigung erfolgen. 

www.ganzohr.ch

Weitere Informationen zu Ohrenkrankheiten finden Sie auf der Website www.ganzohr.ch. Natürlich steht Ihnen bei allfälligen Fragen und Unsicherheiten auch Ihr Hörexperte bei Amplifon gerne zur Seite. Bei Schmerzen oder Problemen im Bereich der Ohren ist aber in jedem Fall ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam.

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